Zwangsexmatrikuliert wegen Plagiat

Erstmals überhaupt zwangsexmatrikulierte die Universität Münster vorgestern eine Studentin wegen Plagiats.

Der betreffenden Studentin der Biologie war nachgewiesen worden, dass sie in ihrer Masterarbeit wortwörtlich seitenweise aus Fachbüchern abgeschrieben hatte, ohne die Quellen zu benennen. Die Master Thesis, die bereits im Herbst 2012 eingereicht wurde, wurde als schwerwiegende Täuschung gewertet. Die Entscheidung wurde bereits am 18.12.2012 getroffen, vorgestern jedoch erst publik gemacht.

Dies ist die erste Zwangsexmatrikulation der Universität Münster wegen Plagiats überhaupt.

Zum Verhängnis wurde der Studentin, dass sie nach seitenweisen Plagiaten in ihrer Master Thesis, die natürlich im Sprachstil der (Lehrbuch)Verfasser geschrieben wurden, danach in ihrem eigenen Sprachstil weiterschrieb, also Sprachstilbruch. Hinzu kamen inhaltliche Brüche. Nach dem ersten Verdacht genügten für den Plagiatsbeleg ein paar kleine Plagiatsprüfungen bei Google, der einzigen existierenden funktionsfähigen „Plagiatssoftware“, die diesen Namen verdiente.

Zum Verhängnis wurde dieser Studentin allerdings auch ihre Uneinsichtigkeit. Offenbar stritt sie alles ab. Das war der Universität Münster zu viel. Hätte sie sich einsichtig gezeigt, hätte sie ihre Masterarbeit vielleicht noch einmal schreiben dürfen.

Was zeigt das? Es gilt für alle: Absolut lassen, das mit dem Plagiat! Niemand hat hier angesichts der weitgehend auch in elektronischer Form vorliegenden Ressourcen und Quellen und Google heute noch eine Chance! Diese Aussage steht seit Jahr und Tag bereits bei Ghostwriter.nu unter Aktuelles vor 2014, und die gesamte Plagiats-Angelegenheit ist wiederholend in den Ghostwriter-News vom 03.12.2012 eingehend thematisiert worden!

Harald Bahner

Quelle dieser News:
Bergmann, Stefan: Uni setzt eine Studentin vor die Tür. In: Hertener Allgemeine Zeitung vom 07.01.2013, http://www.hertener-allgemeine.de/nachrichten/region/muenster/Uni-setzt-eine-Studentin-vor-die-Tuer;art1331,921174 (Stand 09.01.2013)