Preiswerte private Hochschulen

Nur 10 Pro­zent der Hoch­schü­ler pri­va­ter Hoch­schu­len zah­len den vol­len Stu­di­en­preis. Zahl­rei­che Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten flan­kie­ren das Stu­di­um dort. Das Stu­di­um an pri­va­ten Hoch­schu­len ist preis­wer­ter, als man denkt.

Fast ver­sechst­facht hat sich die Zahl der Stu­den­ten an pri­va­ten Hoch­schu­len seit dem Win­ter­se­mes­ter 2000/2001. Die Zahl stieg von 24.600 damals auf 137.800 im Win­ter­se­mes­ter 2012/2013. Die Bereit­schaft, für das Stu­di­um zu zah­len, hat erheb­lich zugenommen.

Einer der Ursa­chen die­ser Ent­wick­lung ist sicher­lich die Fle­xi­bi­li­tät, mit der pri­va­te Hoch­schu­len ihre Kun­den behan­deln. Indi­vi­du­el­le Gebüh­ren oder ein Zah­lungs­auf­schub sind heu­te eher üblich als unüb­lich. Nur 10 Pro­zent der Hoch­schü­ler zah­len den vol­len Preis. Detail­lier­te Indi­vi­du­al­ver­trä­ge übe r die Gesamt­kos­ten, Zah­lungs­wei­se und Stu­di­en­st­ruk­tur sind die Regel. Auf Grund der guten Betreu­ung hat ein Stu­di­um über die Regel­stu­di­en­zeit hin­aus Seltenheitswert.

Hin­zu kom­men diver­se attrak­ti­ve und für prak­tisch jeden mach­ba­re Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten. Der Clou bei allen nach­fol­gend genann­ten Finan­zie­run­gen: Die Kre­dit­til­gung beginnt erst, wenn der Hoch­schul­ab­sol­vent nach sei­nem Stu­di­um aus­rei­chend eige­nes Ein­kom­men hat, d.h. ein regel­mä­ßi­ges Min­dest­ein­kom­men über­schrit­ten wird. 

Hier­zu zählt seit eh und je das BAFÖG, das Stu­den­ten pri­va­ter Hoch­schu­len wie allen Stu­den­ten unein­ge­schränkt als Zuschuss und/oder Dar­le­hen zur Ver­fü­gung steht, sofern das elter­li­che Ver­mö­gen bestimm­te Gren­zen nicht über­schrei­tet. Hier­zu zäh­len aber auch die soge­nann­ten nach­lau­fen­den Stu­di­en­ge­büh­ren, die ins­be­son­de­re für Stu­den­ten attrak­tiv sein könn­ten, die aus dem BAFÖG fal­len, aber trotz­dem nicht mit Geld geseg­net sind. Die nach­lau­fen­den Stu­di­en­ge­büh­ren wur­den von der pri­va­ten Hoch­schu­le in Wit­ten-Her­de­cke ent­wi­ckelt und sind hin­sicht­lich ihrer Zah­lungs­mo­da­li­tä­ten prak­tisch gleich mit den BAFÖG-Rück­zah­lungs­mo­da­li­tä­ten. Über vier bis acht Jah­re kön­nen Stu­den­ten hier nach erfolg­rei­cher Arbeits­auf­nah­me nach ihren Stu­di­um ihren Stu­di­en­kre­dit zurück zah­len; das Min­dest­ein­kom­men wird hier

auf 15.400,- EUR jähr­lich taxiert; das Gan­ze wird von der Stu­den­ten­schaft selbst ver­wal­tet. Spe­zi­el­le Stu­di­en­kre­di­te von der Deut­schen Bank, den Spar­kas­sen und Volks­ban­ken sowie der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW) sind eben­falls erst rück­zahl­bar nach einem erfolg­rei­chen Berufs­start. Oft arbei­ten Hoch­schu­len mit die­sen Ban­ken lokal zusammen. 

Sti­pen­di­en an den jewei­li­gen pri­va­ten Hoch­schu­len kön­nen Stu­di­en­ge­büh­ren erlas­sen oder redu­zie­ren und sogar Lebens­hal­tungs­kos­ten über­neh­men. Sti­pen­di­en unab­hän­gi­ger Stif­tun­gen unter­stüt­zen zusätz­lich Stu­den­ten mit Sti­pen­di­en und Dar­le­hen. Bei allen die­sen Sti­pen­di­en spie­len aber fast immer vor allem die Abiturs­no­ten oder die Noten zu Stu­di­en­be­ginn und sozia­les Enga­ge­ment der ehe­ma­li­gen Schü­ler und aktu­el­len Stu­den­ten eine zen­tra­le Rolle. 

Quel­le die­ser News:
Emge, Johan­na: Pri­va­te Hoch­schu­len. In: Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung vom 24./25.05.2014, S. C 8 (Bil­dungs­markt Bee­ruf und Chance)

Wei­ter­füh­ren­de Links:
www.stiftungen.org , lis­tet die wich­tigs­ten frei­en Stif­tun­gen für Stu­den­ten pri­va­ter Hoch­schu­len auf
www.daad.de unter­stützt Aus­lands­auf­ent­hal­te finanziell