Plagiat als Prisma eines Kulturkampfes? – Gesamtbeitrag

Die Pla­gi­ats­af­fä­re um die Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Dr. Annet­te Scha­van ent­wi­ckelt sich zu einem Kampf um die Deu­tungs­ho­heit von „Wis­sen­schaft“ per se. Was geschieht hier tat­säch­lich? Viel­leicht hel­fen ein paar inves­ti­ga­ti­ve Fra­gen weiter.
– Gesamt­bei­trag (Tei­le 1 bis 5) –

1.
„Scha­van­plag“ heißt die Platt­form des so anony­men wie ehe­ma­li­gen Mit­ar­bei­ters der Ent­hül­lungs­platt­form „Vro­ni­plag“, der unter dem Deck­na­men „Robert Schmidt“ Ende April 2012 angeb­li­che Pla­gi­ats­stel­len der Dis­ser­ta­ti­on der Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Frau Dr. Annet­te Scha­van ver­öf­fent­lich­te. Hier ist unter Ande­rem zu lesen:

a.
Doku­men­ta­ti­on mut­maß­li­cher Pla­gia­te in der Dis­ser­ta­ti­on von Prof. Dr. Annet­te Scha­van … IV. Aus­wahl ein­deu­ti­ger Pla­gia­te … S. 82 (unte­res Frag­ment; Vor­täu­schen einer Freud-Rezep­ti­on) … Typus Ver­schleie­rung – Dis­ser­ta­ti­on: Sei­te: 082, Zei­len: 02–06
‚[Die Bewäl­ti­gung unbe­frie­digt blei­ben­der Trieb­wün­sche […] bewirkt also eine Ich-Ver­än­de­rung durch Auf­bau des] Über-Ich, in das die zahl­lo­sen Impe­ra­ti­ve, die wäh­rend der Kind­heit und Jugend­zeit an den Her­an­wach­sen­den erge­hen, auf­ge­nom­men wer­den und es so zu einer immer unper­sön­li­cher wer­den­den selb­stän­di­gen Instanz wer­den las­sen, die sich dem Ich gegen­über­stellt. [FN 1]
[[FN 1] Freud setzt die Instanz “Über-Ich” ent­ge­gen man­cher Dar­stel­lun­gen in Sekun­där­li­te­ra­tur nicht mit dem Gewis­sen gleich: […]]‘
-
Quel­le Stad­ler 1970 – Fund­stel­le: Seite(n): 057, Zei­len: 03–09
‚Die zahl­lo­sen Impe­ra­ti­ve, die über die gan­ze Dau­er der Kind­heit und der Jugend erge­hen, ver­stär­ken das ein­mal ein­ge­setz­te “sitt­li­che Bewußt­sein” und las­sen es immer unper­sön­li­cher wer­den. […] Somit stellt sich das Gewis­sen in der Form des Über-Ich […] dem Ich gegenüber.‘“

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(schavanplag.wordpress.com/#Ungenannt und http://schavanplag.wordpress.com/2012/04/24/seite-82/, Stand jeweils 25.01.2013)

Fra­ge: Wie soll man oben wie­der­ge­ge­be­nen Sach­ver­halt dar­stel­len, ohne die von Sig­mund Freud ein­ge­schrie­be­nen Begrif­fe „Ich“, „Ich-Ver­än­de­rung“, „Über-Ich“, „Impe­ra­ti­ve“ oder „unper­sön­li­cher“ im kor­rek­ten Zusam­men­hang wiederzugeben?

b.
S. 100 (Vor­täu­schen einer C. G. Jung-Rezep­ti­on) … Typus Ver­schleie­rung – Dis­ser­ta­ti­on: Sei­te: 100, Zei­len: 15–18
‚Bereits in sei­nem ers­ten gro­ßen Werk “Wand­lung und Sym­bo­le der Libi­do” setzt sich C. G. Jung 1912 vor allem durch sein Ver­ständ­nis der Libi­do als psy­chi­scher Ener­gie schlecht­hin deut­lich von sei­nem Leh­rer Freud ab.‘
-
Quel­le Nowak 1978 – Fund­stel­le: Seite(n): 037, Zei­len: 12–15
‚Noch wei­ter als A. Adler ent­fern­te sich C. G. Jung von S. Freud. Das zeig­te sich schon in sei­nem ers­ten gro­ßen Werk “Wand­lung und Sym­bol der Libi­do” von 1912, in dem er sich deut­lich von Freud absetz­te. Jung ver­steht unter Libi­do die spe­zi­fi­sche psy­chi­sche Ener­gie schlechthin […].‘“

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(schavanplag.wordpress.com/#Ungenannt und http://schavanplag.wordpress.com/2012/07/26/seite-100/, Stand jeweils 25.01.2013)

Fra­ge: sie­he ers­te Fra­ge. Und: In wie vie­len ande­ren Lite­ra­tu­ren ist die­se in der Welt der Psy­cho­lo­gie plat­te, weil all­seits bekann­te Aller­welts­weis­heit so oder ähn­lich noch for­mu­liert bzw. muss so for­mu­liert sein, weil es sich hier aus Psy­cho­lo­gen­sicht um eine Sach­aus­sa­ge han­delt, die sprach­lich kaum anders zu fas­sen ist?

c.
S. 322 (Vor­täu­schen eines selbst­stän­di­gen Fazits) … Typus Ver­schleie­rung – Dis­ser­ta­ti­on: Sei­te: 322, Zei­len: 10–17
‚Zusam­men­fas­send kann man fest­stel­len, daß in dem Maß, in dem im Jugend­al­ter neben die hete­ro­no­men Nor­men selbst­über­prüf­te Nor­men tre­ten, bzw. ers­te­re nach kri­ti­scher per­sön­li­cher Über­prü­fung ersetzt oder aber gut­ge­hei­ßen und als auto­no­me Nor­men zur Grund­la­ge des Ent­schei­dens und Han­delns wer­den, man von einem auto­no­men, bzw. per­so­na­len Gewis­sen spre­chen kann und damit von einer geglück­ten Personalisation.‘
-
Quel­le Hup­per­schwil­ler 1970 – Fund­stel­le: Seite(n): 064, Zei­len: 09–13
‚In dem Maß, in dem neben die hete­ro­no­men Nor­men selbst­über­prüf­te Nor­men tre­ten, ers­te­re ersetzt bzw. […] nach kri­ti­scher per­sön­li­cher Über­prü­fung gut­ge­hei­ßen und damit nun als auto­no­me Nor­men bei­be­hal­ten wer­den, spre­chen wir von einem auto­no­men Gewis­sen, einer geglück­ten Personalisation.‘“

(schavanplag.wordpress.com/#Ungenannt und http://schavanplag.wordpress.com/2012/04/28/seite-322/, Stand jeweils 25.01.2013)

(Preis)Frage: Wie beschreibt man die Zusam­men­hän­ge einer „geglück­ten Per­so­na­li­sa­ti­on“ prä­gnant wesent­lich anders?

Per­so­na­li­sa­ti­on - Per­so­na­li­sa­ti­on (Indi­vi­dua­ti­on) ist in der Sozio­lo­gie und Psy­cho­lo­gie der Pro­zess der Ent­wick­lung der indi­vi­du­el­len Per­sön­lich­keit. …
(de.wikipedia.org/wiki/Personalisation, Stand 25.01.2013)

(Zusatz)Frage: Wer maßt sich eine sol­che „Typi­sie­rung“ über­haupt, und dann eine in die­ser Wei­se wer­ten­de an?

2.
Der Prä­si­dent des Deut­schen Hoch­schul­ver­ban­des Herr Prof. Dr. Bern­hard Kem­pen beweg­te bereits vor eini­gen Mona­ten die Gemü­ter in die­ser oder jener Wei­se, als er eine gesetz­li­che Straf­be­weh­rung sowohl wis­sen­schaft­li­cher Ghost­wri­ter-Ange­bo­te als auch wis­sen­schaft­li­cher Ghost­wri­ter-Nach­fra­ge vor­schlug. Der Ver­fas­ser die­ses hier vor­lie­gen­den Arti­kels schrieb dar­über Anfang August 2012 unter ghostwriter.nu/news/neuer-straftatbestand-akademisches-ghostwriting/ . Im Fall Scha­van hebt Herr Prof. Dr. Kem­pen jetzt die in prak­tisch allen Medi­en soge­nann­ten „Regeln“ oder auch „Richt­li­ni­en“ „guter wis­sen­schaft­li­cher Pra­xis“ der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft (DFG) her­vor. Bloß: Die sind bei der DFG eine „Denk­schrift“ mit dem Titel „Emp­feh­lun­gen der Kom­mis­si­on ‚Selbst­kon­trol­le in der Wis­sen­schaft‘ – Vor­schlä­ge zur Siche­rung guter wis­sen­schaft­li­cher Pra­xis“ (1998) (dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_wiss_praxis_0198.pdf, Stand 25.01.2013, Unter­strei­chun­gen vom Ver­fas­ser die­ses hier vor­lie­gen­den Beitrags)
Und wer ist Herr Prof. Dr. Bern­hard Kem­pen? „Deut­scher Jurist und Pro­fes­sor für Staats­recht, Völ­ker­recht und Inter­na­tio­na­les Wirt­schafts­recht.“ (de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Kempen_%28Jurist%29, Stand 25.01.2013)

Fra­ge: Wie fasst man die­se letz­te Sach­aus­sa­ge über Prof. Dr. Kem­pen bes­ser prä­gnant zusam­men? Oder: Muss die­se eben genann­te Wiki­pe­dia-Quel­le in einer Dis­ser­ta­ti­on tat­säch­lich ange­bracht werden?

3.
a.
Herr Prof. Dr. Ste­fan Rohr­ba­cher, der Frau Dr. Scha­van eine „lei­ten­de Täu­schungs­ab­sicht“ vor­warf und des­sen Gut­ach­ten auf bis­her unge­klär­ten Wegen an die Öffent­lich­keit kam, ist Juda­ist. Ein Juda­ist beschäf­tigt sich mit Geschich­te, Sprach­wis­sen­schaf­ten, Theo­lo­gie, Lite­ra­tur, viel­leicht Archäo­lo­gie. Und dem­entspre­chend stu­dier­te Prof. Dr. Rohr­ba­cher neben Juda­is­tik auch noch „Ori­en­ta­lis­tik, … Biblio­theks­wis­sen­schaft, Geschich­te und Kunst­ge­schich­te“ (de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Rohrbacher, Stand 25.01.2013).
b.
Prof. Dr. Bru­no Bleck­mann, Dekan der Phi­lo­so­phi­schen Fakul­tät der Hein­rich-Hei­ne-Uni­ver­si­tät in Düs­sel­dorf, die vor weni­gen Tagen das Haupt­ver­fah­ren zur Aberken­nung des Dok­tor­gra­des gegen Frau Dr. Scha­van eröff­ne­te, ist laut Medi­en­be­richt­erstat­tun­gen „Alt­his­to­ri­ker“. Genau­er stu­dier­te Herr Prof. Dr. Bleck­mann „Geschich­te, Latein und Roma­ni­sche Phi­lo­lo­gie … [und] wur­de … in Köln in Alter Geschich­te mit einem The­ma zur Reichs­kri­se des 3. Jahr­hun­derts pro­mo­viert.“ (de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Bleckmann, Stand 25.01.2013).
c.
Vor allem in der Psy­cho­lo­gie gilt bis heu­te die „Zita­ti­ons­re­gel“ „Autor, Jahr“. Wer also genau wis­sen will, wo wel­ches Zitat im Ori­gi­nal steht oder auch nur ein indi­rek­tes Zitat, d. h. eine sinn­ge­mä­ße Wie­der­ga­be von Gedan­ken eines Ande­ren, der muss im Fach­be­reich Psy­cho­lo­gie seit jeher not­falls ein 550-sei­ti­ges Werk durch­su­chen nach einem ein­zi­gen Satz. Der Ver­fas­ser die­ses hier vor­lie­gen­den Bei­trags hat die­se „Zitier­kul­tur“

in der Psy­cho­lo­gie immer kri­ti­siert. Denn so sei die Kri­tik der „Alli­anz der Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen“ – sie­he im Fol­gen­den – am bis­he­ri­gen Vor­ge­hen in Sachen Frau Dr. Scha­vans Dis­ser­ta­ti­on nach den Wor­ten von Prof. Dr. Kem­pen „an den Haa­ren her­bei­ge­zo­ge­ner Unsinn“ (Kem­pen 2013). Die­ses Zitat stand in vie­len Zei­tun­gen. Der Ver­fas­ser die­ses hier vor­lie­gen­den Bei­trags möch­te jetzt indes belegt bekom­men, woher genau er die­ses Zitat tat­säch­lich hat, den ganz genau­en Fundort.

d.
Erzie­hungs­wis­sen­schaf­ten – der Fach­be­reich der Dis­ser­ta­ti­on von Frau Dr. Scha­van – hat viel mit Psy­cho­lo­gie zu tun, auch mit Sozio­lo­gie, mit Päd­ago­gik sowie­so, auch mit Sozi­al­päd­ago­gik und Sozialarbeit.

Fra­ge: Will man die­se bis heu­te übli­che „Zitier­kul­tur“ im Fach­be­reich Psy­cho­lo­gie heu­te 35-jäh­ri­gen Psy­cho­lo­gie-Dis­ser­ta­tio­nen ankreiden?

Wei­te­re Fra­ge: Was haben Juris­ten und Geis­tes­wis­sen­schaft­ler – ein Judaist/Orientalist/Bibliothekswissenschaftler/Historiker/Kunsthistoriker und ein Historiker/Althistoriker/Latinist/Romanist – bei der fach­li­chen Bewer­tung einer Dis­ser­ta­ti­on, zu der sehr wohl auch die Form wis­sen­schaft­li­chen Arbei­tens genau des betref­fen­den Fach­be­reichs gehört und zusätz­lich sehr wohl auch die gül­ti­ge Form der Ent­ste­hungs­zeit, in Erzie­hungs­wis­sen­schaf­ten zu suchen?

4.
Seit ein paar Wochen hau­en sich sämt­li­che Prot­ago­nis­ten um die Dis­ser­ta­ti­on von Frau Dr. Scha­van ein (Rechts)Gutachten nach dem ande­ren um die Ohren. Mit­ten hier hin­ein platz­te die soge­nann­te „Alli­anz der deut­schen Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen“, die sich selbst teil­wei­se auch nur „Alli­anz der Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen“ nennt. Dem Ver­fas­ser die­ses hier vor­lie­gen­den Bei­trags ist kein öffent­li­ches Medi­um bekannt, das alle Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen die­ser Alli­anz ein­mal auf­führt, und so sol­len die betref­fen­den Mit­glie­der die­ser Alli­anz an die­ser Stel­le ein­mal voll­stän­dig auf­ge­führt wer­den, denn das ist im Fol­gen­den von Rele­vanz. Der „Alli­anz der Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen“ gehö­ren an:
• die Alex­an­der von Humboldt-Stiftung,
• die Deut­sche Aka­de­mie der Natur­for­scher Leopoldina
• der Deut­sche Aka­de­mi­sche Austauschdienst,
• die Deut­sche Forschungsgemeinschaft,
• die Fraunhofer-Gesellschaft,
• die Helm­holtz-Gemein­schaft Deut­scher For­schungs­zen­tren sowie
• die Hochschulrektorenkonferenz,
• die Leibniz-Gemeinschaft,
• die Max-Planck-Gesell­schaft und
• der Wissenschaftsrat.

Die­se Alli­anz mahn­te in einer gemein­sa­men Erklä­rung am 18.01.2013 „alle Ver­fah­rens­ver­ant­wort­li­chen“,

dass ver­fah­rens­recht­li­che Kor­rekt­heit unver­zicht­ba­rer Ver­fah­rens­be­stand­teil sein muss. Gleich­wohl ist sie nur eine not­wen­di­ge, aber kei­ne hin­rei­chen­de Bedin­gung, um die Ent­schei­dung über die Aberken­nung eines Dok­tor­gra­des zu begrün­den. Letz­te­res setzt viel­mehr auch in der Wis­sen­schaft übli­che Ver­fah­rens­ele­men­te wie das Mehrau­gen-Prin­zip, die Tren­nung von Begut­ach­ten, Bewer­ten und Ent­schei­den sowie eine ange­mes­se­ne Berück­sich­ti­gung des Ent­ste­hungs­kon­tex­tes vor­aus, des­sen inhalt­li­che Bewer­tung nur auf der Basis ein­schlä­gi­ger fach­wis­sen­schaft­li­cher Exper­ti­se vor­ge­nom­men wer­den kann.
(hrk.de/allianz/erklaerungen/gemeinsame-erklaerung-vom-1812013/, Stand 25.01.2013)

Der “Spie­gel” ver­such­te dar­auf­hin, die­sen Pas­sus wie folgt zu erklären:

• „Mehrau­gen-Prin­zip: Für die Uni Düs­sel­dorf hat nach der­zei­ti­gem Kennt­nis­stand ledig­lich ein Gut­ach­ter die Dis­ser­ta­ti­on „Per­son und Gewis­sen“ von Scha­van inten­siv durch­ge­ar­bei­tet und die Vor­wür­fe über­prüft. Er erkann­te eine ‚lei­ten­de Täuschungsabsicht‘.
„Tren­nung von Begut­ach­ten, Bewer­ten und Ent­schei­den: Der Gut­ach­ter heißt Ste­fan Rohr­ba­cher, er sitzt zudem im Pro­mo­ti­ons­aus­schuss und im Fakul­täts­rat, also jenen Gre­mi­en, die den Fall bewer­ten und dar­über ent­schei­den, ob Scha­van ihren Titel schließ­lich verliert.
Ein­schlä­gi­ge fach­wis­sen­schaft­li­che Exper­ti­se: Rohr­ba­cher ist Pro­fes­sor für Jüdi­sche Stu­di­en, Scha­vans Dok­tor­ar­beit ist zwi­schen Erzie­hungs­wis­sen­schaft und Theo­lo­gie ange­sie­delt.

(spiegel.de/unispiegel/studium/plagiatsaffaere-wissenschaftsorganisationen-verteidigen-schavan-a-878429.html, Stand 25.01.2013)

Das ist jedoch nur die Hälf­te der Aus­sa­gen o.g. Alli­anz – abge­se­hen davon, dass der „Spie­gel“ in zitier­tem Arti­kel die­se gemein­sa­me Erklä­rung der „Alli­anz“ in

wahr­schein­lich nur Medi­en­poin­ten pro­du­zie­ren­den Jour­na­lis­ten nach­voll­zieh­ba­rer Wei­se letzt­lich als Angriff auf die Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf poin­tier­te. Die ande­re, vom „Spie­gel“ fal­len gelas­se­ne Hälf­te die­ser gemein­sa­men Erklä­rung die­ser „Alli­anz“ ist das (Verfahrens)Recht, sprich: Tech­no­kra­tie. Erst zusam­men genom­men – Ver­fah­ren, Recht, Büro­kra­tie sowie Tech­no­kra­tie auf der einen und die inhalt­li­che und auch for­ma­le Fach­spe­zi­fik unter Berück­sich­ti­gung des Ent­ste­hungs­zeit­punk­tes auf der ande­ren Sei­te – bringt die­se Gesamt­aus­sa­ge der „Alli­anz“ den Spreng­stoff ans Tages­licht, der unter der Cau­sa Scha­van heu­te tat­säch­lich liegt: den (Ideologie)Kampf dar­um, was „die“ Wis­sen­schaft sei.

Das konn­te den Lei­ter des Vor­stands­be­reichs Hoch­schu­le und For­schung der Gewerk­schaft Erzie­hung und Wis­sen­schaft (GEW), Herrn And­res Kel­ler, nicht beküm­mern. Vier Tage spä­ter, am 22.01.2013, sprach er mit altru­is­ti­schem Impe­tus (?) in ein Mikro­fon des Radio­sen­ders „Deutsch­land­funk“ sei­ne Sor­ge über die künf­ti­ge mate­ri­el­le Exis­tenz aller aka­de­mi­schen Ange­stell­ten der „Alli­anz der Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen“:

(F)alls die Uni­ver­si­tät zum Ergeb­nis kom­me, es lie­ge kein Pla­gi­at vor, wer­de man hin­ter­her sagen, dass die Minis­te­rin dies der Alli­anz zu ver­dan­ken habe. Im Gegen­zug wür­den in Zukunft alle finan­zi­el­len Zuwen­dun­gen vom Bund an die Alli­anz hin­ter­fragt wer­den.
(dradio.de/kulturnachrichten/201301220900/1, Stand 25.01.2013)

Also ent­we­der eine Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin oder hun­der­te oder gar tau­sen­de aka­de­mi­sche Mit­ar­bei­ter der „Alli­anz“. Und was macht die “Deutsch­land­funk”-Redak­teu­rin Chris­tia­ne Kaess am glei­chen Tag, den 22.01.2013, weni­ge Minu­ten spä­ter aus die­ser „Sor­ge“ des genann­ten Gewerk­schaf­ters um die Ange­stell­ten der „Alli­anz“? Ein „Fech­ten“ die­ser „Alli­anz“ für ihre Geld­ge­be­rin, der Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Dr. Schavan:

Kaess: Die Alli­anz der Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen – das haben wir auch gera­de im Bei­trag gehört – wird finan­zi­ell unter­stützt vom Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um. Macht das die­se Ein­rich­tun­gen parteiisch?
Dan­ne­mann: Ich fürch­te ja! …

(Inter­view Kaess mit Dan­ne­mann, dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1985847/, Stand 25.01.2013)

Und wer ist Herr Dan­ne­mann? „Jurist Ger­hard Dan­ne­mann“ (ebd.).

Die­se so wun­der­ba­re wie absur­de „Deu­tungs-Wen­dung“ steht einen Tag spä­ter dann aber auch in jeder Zei­tung, das heißt, sie gilt in der Öffent­lich­keit. Viel­leicht ist das auch gar nicht so schlecht, denn die­se „Deu­tung“ zeigt die ideo­lo­gi­schen Fron­ten und deren Werk­zeu­ge in die­ser gan­zen „Cau­sa“ reich­lich direkt auf: Jeder nor­mal den­ken­de Mensch weiß, dass es die Mit­glie­der die­ser „Alli­anz“ schon lan­ge vor Frau Dr. Scha­van gege­ben hat, dass es sie noch lan­ge nach Frau Dr. Scha­van geben wird – und dass die Per­son Frau Dr. Scha­van reich­lich irrele­vant für die Geld­zu­wen­dun­gen des Staa­tes an die Mit­glie­der die­ser „Alli­anz“ ist; in die­sem Fall sind insti­tu­tio­nel­le Gefü­ge maß­geb­lich, nicht Per­so­nen und nicht ein­mal Bun­des­bil­dungs­mi­nis­ter/-innen. Oder soll­te das doch ein „Maul­korb“ für die­se „Alli­anz“ wer­den, der Frau Kaess kurz vor Beginn des besag­ten Inter­views mit Herrn Dan­ne­mann ein­ge­flüs­tert wor­den ist? Viel­leicht gar ein dop­pel­ter Maul­korb: Die­se „Alli­anz“ als kurz­sich­ti­ge und rück­sichts­lo­se Zer­stö­re­rin von vie­len aka­de­mi­schen Ange­stell­ten­le­ben und gleich­zei­tig in rein par­tei­ischer und ego­is­ti­scher Hal­tung als Ver­tei­di­ge­rin ihrer Geld­ge­be­rin? Der­lei Tak­ti­ken womög­lich Drit­ter nennt man per­fi­de, und die­se Per­fi­die zeigt auf, um was es die­sen Drit­ten tat­säch­lich geht und zu was die­se Drit­ten tat­säch­lich bereit sind.

Wei­te­re Fra­ge: Kei­ne.

5.
Groß ist die Sache mit der Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Frau Dr. Scha­van gewor­den. „Spit­zen­rei­ter“ der dies­be­züg­li­chen Bericht­erstat­tung ist nach Kennt­nis des Ver­fas­sers die­ses hier vor­lie­gen­den Bei­trags der „Spie­gel“ mit 49 Arti­kel i.S. Dis­ser­ta­ti­on von Frau Dr. Scha­van in fast genau neun Mona­ten, das macht durch­schnitt­lich 1,25 Arti­kel pro Woche die­ser Wochen­zeit­schrift. Die Spit­ze der „Spie­gel“-Bericht­erstat­tung dürf­te der 15.10.2012 gewe­sen sein: Sie­ben Arti­kel an einem Tag, von 12:25 Uhr bis 18:25 Uhr im Zwei­stun­den­takt. Die „Spie­gel“-Chro­no­lo­gie die­ser Bericht­erstat­tun­gen kann sich jeder Inter­es­sier­te unter spiegel.de/thema/annette_schavan/
(Stand 25.01.2013) anse­hen. Da blei­ben klei­ne­re Din­ge ger­ne ein­mal unberücksichtigt.

Ein sol­ches „klei­ne­res Ding“ ist das angeb­li­che Pla­gi­at des SPD-Poli­ti­kers Marc Jan Eumann, sei­nes Zei­chens Staats­se­kre­tär für Medi­en­fra­gen in Nord­rhein-West­fa­len. Die TU Dort­mund prüft der­zeit, ob die Dis­ser­ta­ti­on des Herrn Eumann aus dem Jahr 2011 ein Pla­gi­at sei.

Nach dem Urteil eines Dort­mun­der Medi­en­wis­sen­schaft­lers habe Eumann sei­ne eige­ne Magis­ter­ar­beit aus dem Jahr 1991 qua­si recy­celt, also sich selbst pla­gi­iert. Dabei habe er gegen Pro­mo­ti­ons­vor­schrif­ten ver­sto­ßen.
(wz-newsline.de/home/politik/nrw/nrw-staatssekretaer-soll-plagiat-verfasst-haben-1.1201744 vom 09.01.2013, Stand 25.01.2013)

Als “Selbst­pla­gi­at” hat die­sen Sach­ver­halt nach Kennt­nis des Ver­fas­sers die­ses hier vor­lie­gen­den Bei­tra­ges erst­mals ein gemein­sa­mes Posi­ti­ons­pa­pier der All­ge­mei­ne Fakul­tä­ten­tag (AFT), der Fakul­tä­ten­ta­ge und des Deut­schen Hoch­schul­ver­ban­des (DHV) (des­sen Prä­si­dent Herr Jurist Prof. Dr. Bern­hard Kem­pen ist) Anfang Juli 2012 bezeich­net; der Ver­fas­ser die­ses hier vor­lie­gen­den Bei­trags schrieb dar­über am 10.07.2012 unter ghostwriter.nu/news/plagiat/ mit dem Schluss:

Der­lei Ent­wick­lun­gen kön­nen von allen Men­schen, die sich in den (asso­zia­ti­ven) Wis­sen­schaf­ten zu Hau­se füh­len, in kei­ner Wei­se hin­ge­nom­men wer­den.

Das war soeben kein „Selbst­pla­gi­at“, da mit der Quel­le belegt. „Auto­p­la­gi­at“ nen­nen es die Öster­rei­cher (z.B. die sechst­größ­te öster­rei­chi­sche Tages­zei­tung „Die Pres­se“ unter diepresse.com/home/science/1335747/Auch-die-Herren-Professoren-sind-vor-Betrug-nicht-gefeit?_vl_backlink=/home/science/index.do, Stand 25.01.2013) und wei­sen es gleich in zwei von drei Fäl­len nur Män­nern zu (vgl. ebd.), was so irgend­wie nicht stim­men kann, wenn der Ver­fas­ser die­ses hier vor­lie­gen­den Bei­trags nur die Poli­ti­ke­rin­nen und und Poli­ti­ker seit Gut­ten­berg zusam­men­zählt, die ihren Dok­tor­hut ver­lo­ren haben.

Alle Kory­phä­en der asso­zia­ti­ven Wis­sen­schaf­ten – hier ins­be­son­de­re Phi­lo­so­phie oder Sozio­lo­gie – sind also Pla­gia­teu­re??? Imma­nu­el Kant, des­sen Gesamt­werk bald ein gan­zes Bücher­re­gal ein­nimmt, und der tau­sen­de von Male auf sei­ne eige­nen Gedan­ken zurück griff, dar­auf auf­bau­te, sie wie­der­hol­te, ohne die erst­ma­li­ge Erwäh­nung eines eige­nen bestimm­ten Gedan­kens in einer Fuß­no­te mit Quel­l­an­ga­be und Sei­ten­zahl zu „bele­gen“? Der Sozio­lo­ge Max Weber? Karl Marx? …
(Bahner, Harald: „‘Selbst­pla­gi­at‘ ist auch Pla­gi­at?“ In: Ghost­wri­ter.nu, ghostwriter.nu/news/plagiat/ vom 10.07.2012, letz­ter Auf­ruf am 25.01.2013; das war ein „Selbst­zi­tat“)

Selt­sam ist auch, dass die­ser Begriff des „Selbst­pla­gi­ats“, das der Ver­fas­ser die­ses hier vor­lie­gen­den Bei­trags schon jetzt als Unwort des Jah­res 2013 vor­schla­gen möch­te, in bereits genann­ter „Denk­schrift“ der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft (dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_wiss_praxis_0198.pdf) aus dem Jahr 1998 mit kei­nem Wort Erwäh­nung fin­det, auch das „Auto­p­la­gi­at“ oder das „Eigen­pla­gi­at“ sucht man in die­ser „Denk­schrift“ ver­ge­bens. Und auch der Wiki­pe­dia-Arti­kel „Pla­gi­at“, hier der gut einen mit­tel­gro­ßen Bild­schirm in noma­ler Schrift aus­fül­len­de Abschnitt „Eigen- und Selbst­pla­gi­at“, führt ganz am Anfang die­ses Abschnitts kurz hin­ter­ein­an­der zwei Quel­len auf, die (schein)belegen sol­len, dass das „Selbst­pla­gi­at“ kaum jus­ti­zia­bel sei, dafür aber das Ver­trau­en in die Qua­li­tät wis­sen­schaft­li­chen Arbei­tens unter­gra­be (??) – und dann kommt die­ser Wiki­pe­dia-Abschnitt gänz­lich ohne wei­te­re Quel­len aus und erschöpft sich viel­mehr in epi­schen Aus­füh­run­gen inter­es­san­ter Wei­se über die „DFG-Richt­li­ni­en für gute wis­sen­schaft­li­che Pra­xis“, in der der zen­tra­le Gegen­stand die­ses Abschnitts mit kei­nem Begriff oder Alter­na­tiv­be­griff auch nur ein ein­zi­ges Mal erwähnt wird, auch nicht sinn­ge­mäß, ver­sus „der prag­ma­ti­schen Posi­ti­on“, und man fragt sich doch unwill­kür­lich, wer die­sen Arti­kel der frei­en Enzy­klo­pä­die „Wiki­pe­dia“, bei der jeder mit­schrei­ben darf, der glaubt etwas Klu­ges zu sagen zu haben, denn tat­säch­lich geschrie­ben hat.

Wei­te­re Fra­ge: Kei­ne.

6.
Mit 14:0 bei einer Ent­hal­tung ent­schied sich der zustän­di­ge Rat der Phi­lo­so­phi­schen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf für die Ein­lei­tung eines Ver­fah­rens zum Ent­zug der Dok­tor­wür­de Frau Dr. Scha­vans. Die­se Ein­deu­tig­keit ist zunächst erschre­ckend. Die Fra­ge ist nur in wel­che Rich­tung. Die­ses Ergeb­nis weckt auch Erin­ne­run­gen an die regel­mä­ßi­gen Abstim­mungs­er­geb­nis­se der Polit­bü­ros der kom­mu­nis­ti­schen Par­tei­en der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on und aller ehe­ma­li­gen Ostblockstaaten.

Fra­ge - auch vor dem Hin­ter­grund des „klei­nen“ SPD-Staats­se­kre­tärs für Medi­en­fra­gen in Nord­rhein-West­fa­len – sie­he Teil 4 von 5 : Wie vie­le CDU-ler und FDP-ler saßen in o.g. zustän­di­gen Rat der Phi­lo­so­phi­schen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Düsseldorf?

7.
Zusam­men gefasst geht es ganz offen­sicht­lich nicht mehr um Frau Dr. Scha­van als Poli­ti­ke­rin, als CDU-Poli­ti­ke­rin, als Per­son oder um ihre Dis­ser­ta­ti­on. Es geht auch ganz offen­sicht­lich nicht mehr um Poli­tik und Men­schen all­ge­mein, den Scha­den am Ende, den alle davon­ge­tra­gen haben wer­den, wie Jür­gen Kau­be in der FAZ vom 24.01.2013 mein­te, „mensch­li­chen und insti­tuio­nel­len“ (faz.net/aktuell/feuilleton/der-fall-schavan-frau-jedermanns-plagiat-12036233.html, Stand 25.01.2013). Es geht um Meta-Poli­ti­sches, um Geis­tes­ge­schicht­li­ches, um Phi­lo­so­phi­sches: Es geht um die Deu­tungs­ho­heit dar­über, was „die“ Wis­sen­schaft sei. Die­se Deu­tungs­ho­heit gab es immer: Die Theo­lo­gie wur­de als welt­be­stim­mend, zumin­dest in der west­li­chen Welt, von der Phi­lo­so­phie abge­löst, die Phi­lo­so­phie von den Natur­wis­sen­schaf­ten, die Natur­wis­sen­schaf­ten von den Tech­ni­kern (und Tech­no­kra­ten), die Tech­ni­ker von den Wirt­schafts- und Finanz­wis­sen­schaft­lern. Und wer sind jetzt Die­je­ni­gen, die Sach­ver­halts­wie­der­ga­ben in eige­nen Wor­ten in ein Den­ken töten­des Kor­sett von Quel­len­an­ga­ben zwän­gen wol­len und mit dem (neu­en) Kon­strukt des „Selbst­pla­gi­ats“ letzt­lich jede Form auf ein­an­der bau­en­der eige­ner Gedan­ken ver­un­mög­li­chen – dies alles in der Tat im angeb­li­chen Namen „der Wissenschaft“?

Und: Hat’s Spaß gemacht, die­sen Gesamt­text mit die­sen vie­len Quel­len hier zu lesen? Es han­delt sich bei die­sem Text übri­gens um ein fast drei­tau­send­fa­ches Pla­gi­at. Die­ser Gesamt­text besteht näm­lich aus ca. 2.750 Wör­tern. Die sind alle vie­le Male schon ein­mal von vie­len Ande­ren gesagt oder geschrie­ben wor­den. Die­se ca. 2.750 Wör­ter sind nicht ein­zeln mit Quel­len belegt worden.

Der Gesamt­bei­trag in sei­nen vor­ab publi­zier­ten Ein­zel-Tei­len 1 bis 5 fin­den Sie unter:

Teil 1 von 5
Teil 2 von 5
Teil 3 von 5
Teil 4 von 5
Teil 5 von 5

Harald Bahner
Mas­ter of Busi­ness Con­sul­ting (FIBAA-akkre­di­tiert)
Magis­ter Arti­um Ger­ma­nis­tik, Geschich­te, Philosophie
Wis­sen­schaft­li­cher Ghost­wri­ter seit über 20 Jahren
Aka­de­mi­sche Fachbereichs-„Steckenpferde“: Sozio­lo­gie, Psychologie

Anmer­kung:
Ob die Dis­ser­ta­ti­on der Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Dr. Annet­te Scha­van zu viel Pla­gi­at ent­hält, ent­schei­den Die­je­ni­gen, die sich mit dem Text detail­liert aus­ein­an­der set­zen. Dies hat der Autor die­ses hier vor­lie­gen­den Bei­trags nur teil­wei­se getan. Die Aus­sa­gen die­ses hier vor­lie­gen­den Bei­tra­ges kön­nen damit nicht als Posi­tio­nie­rung für oder gegen den Pla­gi­ats­vor­wurf der Dis­ser­ta­ti­on von Frau Dr. Scha­van ange­se­hen wer­den – und sol­len dies aus­drück­lich auch nicht. Es geht am Bei­spiel die­ses Dis­ser­ta­ti­ons-Falls um offen­sicht­lich gänz­lich Ande­res – sie­he hier vorliegend.