Neues aus den Naturwissenschaften

Hirn­for­schung: Unter­schied­li­che Fähig­kei­ten von Frau­en und Män­nern auf Grund von unter­schied­li­chen Ver­net­zun­gen des Gehirns • Ältes­te Men­schen in Spa­ni­en entdeckt

Die Gehir­ne von Frau­en und Män­nern sind unter­schied­lich ver­drah­tet. Dies zumin­dest glau­ben For­scher der Uni­ver­si­ty of Penn­syl­va­nia in Phil­adel­phia wie­der­holt bele­gen zu kön­nen. Dar­aus wer­den erneut Ver­hal­tens- und Fähig­keits­un­ter­schie­de zwi­schen Frau­en und Män­nern abgeleitet. 

Bezo­gen auf die bei­den Gehirn­hälf­ten eines Men­schen gibt es laut die­sen For­schern bei Män­nern wesent­lich mehr Hirn­ver­bin­dun­gen inner­halb der jewei­li­gen bei­den Gehirn­hälf­ten, wäh­rend Gehir­ne von Frau­en mehr Ver­bin­dun­gen zwi­schen den bei­den Gehirn­hälf­ten auf­wei­sen. Im Lau­fe der Alters­ent­wick­lung wür­den sich die­se Unter­schie­de noch ver­stär­ken. Immer­hin wur­den knapp 1.000 Men­schen in die­se Unter­su­chung ein­be­zo­gen, und das mensch­li­che Gehirn wur­de in 95 Area­le aufgeteilt.

Aus die­sen bio­lo­gi­schen Unter­schie­den schlos­sen die For­scher erneut, dass Frau­en ana­ly­ti­sche und intui­ti­ve Infor­ma­tio­nen bes­ser ver­ar­bei­ten könn­ten, sozi­al intel­li­gen­ter sei­en und ein bes­se­res Erin­ne­rungs­ver­mö­gen hät­ten. Wäh­rend­des­sen könn­ten Män­ner ihre Wahr­neh­mun­gen bes­ser in koor­di­nier­te Hand­lun­gen umset­zen und sei­en moto­risch begabter.

Quel­len:
• Diver­se Medi­en der letz­ten Tage
• Ing­al­ha­li­kar, Mad­hu­ra u.a.: Sex dif­fe­ren­ces in the struc­tu­ral con­nec­to­me of the human brain, in: Pro­cee­dings of the Natio­nal Aca­de­my of Sci­en­ces, http://www.pnas.org/content/early/2013/11/27/1316909110 – Stand 07.12.2013

***

In einer Höh­le in Nord­spa­ni­en haben For­scher jetzt meh­re­re Men­schen und ein paar Bären aus­ge­gra­ben. Das Erstaun­li­che dar­an: Die­se Men­schen leb­ten vor 400.000 Jah­ren. Bis­her gal­ten 160.000 Jah­re alte Schä­del­kno­chen des Homo sapi­ens idal­tu aus Äthio­pi­en als ältes­te mensch­li­che Fos­si­li­en. Und: Die DNA die­ser frü­he­ren „Nord­spa­nier“ ist der der frü­he­ren so genann­ten Den­i­so­va-Men­schen aus Sibi­ri­en am Ähnlichsten.

Quel­len:
• Diver­se Medi­en seit vorgestern
• Ein guter Bericht hier­zu: „Ältes­te Früh­men­schen-DNA ver­blüfft For­scher“, in: scin­exx – Das Wis­sens­ma­ga­zin am 05.12.2013, http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-16966–2013-12–05.html – Stand 07.12.2013
• Ori­gi­nal­quel­le: May­er, Mat­thi­as u.a.: A mito­chon­dri­al geno­me sequence of a homi­nin from Sima de los Hue­sos, in: Natu­re vom 04.12.2013, http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature12788.html – Stand 07.12.2013