Immer mehr befristete Arbeitsverträge

Vor allem die befristeten Arbeitsverträge ohne Sachgrund haben sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt.

550.000 befristete Arbeitsverträge ohne Sachgrund gab es im Jahr 2001 in Deutschland. „Ohne Sachgrund“ bedeutet, dass es sich z.B. nicht um eine Schwangerschaftsvertretung handelt. Im letzten Jahr waren es schon 1,3 Mio. dieser Arbeitsverträge. Damit sind auch knapp die Hälfte aller befristeten Arbeitsverträge solche ohne Sachgrund (48 Prozent aller befristeten Arbeitsverträge). Insbesondere im Groß- und Einzelhandel sowie im verarbeitenden Gewerbe sind solche Arbeitsverträge anzutreffen.

Gleichzeitig seien befristete Arbeitsverträge oft ein Sprungbrett in eine unbefristete Beschäftigung, hebt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, von dem die bisher angebrachten Informationen auch stammen. Datengrundlage des IAB ist das so genannte Betriebspanel, eine regelmäßigen Befragung von ca. 16.000 Betrieben, die für die deutsche Wirtschaft repräsentativ sind. Das IAB gehört zur Bundesagentur für Arbeit.

Das IAB gab diese Daten im Rahmen einer Stellungnahme zu einem Gesetzentwurf der Linken im Bundestag bekannt, der kommenden Montag, den 24.03.2014, im Bundestag diskutiert werden soll. Die

Linke will die sachgrundlosen befristeten Arbeitsverträge abschaffen.

Eine sachgrundlose Arbeitsvertrags-Befristung ist derzeit maximal 2 Jahre lang möglich.

Quellen:
Diverse Medienberichterstattungen von gestern und heute.