Hochschulgesetz – Sexuelle Vielfalt – Ganztagsschulen – G9-Abitur

Die Fachhochschulen Nordrhein-Westfalens unterzeichnen Vereinbarungen mit dem dortigen Wissenschaftsministerium, die Landesuniverstitäten weigern sich aber weiterhin. • Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann geht auf Kritiker des Arbeitspapiers zu sexuellen Vielfalt in Schulen zu. • Hessens SPD für verpflichtende Ganztagsschulen • Hessens CDU/FDP-Landesregierung für generelle Rückkehr zum G9-Abitur

Die 16 nordrhein-westfälischen Fachhochschulen haben vorgestern sogenannte Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit dem dortigen Landes-Wissenschaftsministerium unterzeichnet. Inhalt dieser Vereinbarung ist unter anderem, die Studienabbrecherquote zu senken, sich enger mit den Wissenschaftsministerium in Sachen Forschungsschwerpunkte abzusprechen und die Zahl der Studienanfängerplätze zu erhöhen. Die nordrhein-westfälischen Universitäten weigern sich nach wie vor, neue Vereinbarungen mit dem Landes-Wissenschaftsministerium zumindest im Rahmen des neuen Landes-Hochschulgesetzes einzugehen, das unter anderem als „Hochschulentmündigungsgesetz“ kritisert wurde.

Einstiegsartikel zum Thema mit weiterführenden Artikeln von Ghostwriter.nu: Einigung über neues Hochschulgesetz in NRW? Ghostwriter.nu-News vom 27.01.2014.

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Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will demnächst zusammen mit dem evangelischen Wirtschaftsstaatsekretär Inog Rust (SPD) ein Gespräch mit den Pietisten des Bundeslandes führen. Diese hatten den Teil des neuen Bildungsplans für 2015, in dem der Schwerpunkt schulischer Toleranzbildung am Beispiel nicht heterosexueller Orientierung „abgearbeitet“ werden sollte, als Umerziehungsversuch von Kindern in zu nicht heterosexueller Orientierung und Indoktrinationabsichten in der Schule kritisiert. Kretschmann verwahrte sich gestern gegen diese Kritik und warnte vor einem „Kulturkampf“.

Basis-Artikel zum Thema: Sex als Hauptkriterium in Bildungsplänen? Ghostwriter.nu-News vom 13.01.2014.

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Die SPD in Hessen will an einer echten, verpflichtenden Ganztagesschule in diesem Bundesland festhalten. Sie meint, dies würde mehr Zeit zum Lernen für die Schüler bedeuten. Mit dieser Schulalternative als Bildungsalternative will sich die hesssiche SPD in den nächsten zwei Jahren gegenüber der neuen schwarz-grünen Landesregierung profilieren.

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Währenddessen haben immer mehr in eben dieser schwarz-grünen Landesregierung in Hessen offenbar genug vom G8-„Turbo“-Abitur. Derzeit wird geprüft, ob ein generelles Zurückgehen zum G9-Abitur in diesem Bundesland rechtlich und organisatorisch möglich ist. Fest steht in dieser Hinsicht jetzt schon, dass Gymnasien grundsätzlich das optionale Recht erhalten sollen, zwischen G8- und G9-Abitur zu wählen. Dies alles soll im März 2014 in ein geändertes Landesschulgesetz eingebracht werden.

Quellen dieser News:
Diverse Berichterstattungen in diversen Medien von heute, Mittwoch, den 19.02.2014.