10 Prozent mehr Bafög ab 2016

Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Johan­na Wan­ka (CDU) und Frak­ti­ons­spit­zen von Uni­on und SPD haben heu­te vor­mit­tag Ein­zel­hei­ten der Bafög-Reform ab 2016 der Öffent­lich­keit vorgestellt.

Der Stu­den­ten-Bafög-Höchst­satz steigt ab 2016 von der­zeit 670 auf künf­tig 735 Euro. Das sind knapp 10 Pro­zent mehr. Der Wohn­zu­schlag steigt auf maxi­mal 250,- EUR monat­lich, um den stark gestie­ge­nen Mie­ten in Uni­ver­si­täts­städ­ten gerecht zu wer­den. Auch die Ein­kom­mens­frei­be­trä­ge der Eltern erhö­hen sich um 7 Pro­zent. Damit wird es vor­aus­sicht­lich 110.000 Stu­den­ten-Bafög-Emp­fän­ger mehr geben können. 

Wei­ter­hin sol­len Stu­den­ten künf­tig dau­er­haft einen vol­len Mini­job bis zu einem Monats­ver­dienst von 450,- EUR aus­üben kön­nen. Und auch das Ver­mö­gen der Stu­den­ten als Frei­be­trag soll auf 7.500,- EUR stei­gen (der­zeit 5.200,- EUR).

Zusätz­lich sol­len alle Stu­die­ren­den mit Kin­dern einen Betreu­ungs­zu­schlang von 130,- EUR monat­lich erhal­ten; der­zeit sind es noch 113,- EUR für das ers­te und 80,- EUR für jedes wei­te­re Kind. 

Ins­ge­samt will der Staat sich das alles 500 Mio. EUR jähr­lich kos­ten las­sen. Zusam­men mit dem KfW-Stu­di­en­dar­le­hen sol­len es 825 Mio. EUR pro Jahr sein. Bil­dungs­ge­rech­tig­keit und Bil­dungs­chan­cen wür­den mit die­sen Maß­nah­men verbesssert.

Die letz­te Bafög-Erhö­hung war 2010 mit 5 Pro­zent. Auf Grund der immer zahl­rei­che­ren Stu­di­en­an­fän­ger erhal­ten der­zeit mit 630.000 Bafög-Emp­fän­gern so vie­le Stu­den­ten und Fach­schü­ler Bafög wie die letz­ten 30 Jah­re nicht. Ein för­de­rungs­be­rech­tig­ter Stu­dent erhielt im Jahr 2012 durch­schnitt­lich 448,- EUR Bafög. 

Quel­le:
Bors­tel, Ste­fan von: Stu­den­ten bekom­men mehr Geld – aber erst 2016. In: Morgenpost.de von heu­te, 21.07.2014, 15:20 Uhr, http://www.morgenpost.de/politik/inland/article130395064/Studenten-bekommen-mehr-Geld-aber-erst-2016.html