Vermischtes

Som­mer­pau­se? Von wegen. Die inter­es­san­tes­ten Neu­ig­kei­ten der letz­ten 48 Stun­den: So wenig Bafög-Emp­fän­ger wie noch nie – IT soll Schul­pflicht­fach wer­den – CDU-Spit­zen­kan­di­dat Wolf will Baden-Würt­tem­bergs Schul­po­li­tik umkrem­peln – Öster­rei­chi­sche Stu­di­en­ab­bre­cher­quo­te erheb­lich höher als in Deutsch­land – Schwei­zer Stu­den­ten sind zu intel­li­gent für Straf­rechts­pflicht­ver­tei­di­ger

So wenig Bafög-Empfänger wie noch nie

2,1 Pro­zent weni­ger Schü­ler und Stu­den­ten erhiel­ten 2013 Bafög im Ver­gleich zu 2012. Das hat das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt mit­ge­teilt. Waren es bei den Stu­den­ten nur 0,8 Pro­zent weni­ger, waren es bei den Schü­lern 5 Pro­zent weni­ger. Das Bun­des­amt sieht als Haupt­grund für die­sen Rück­gang den Eltern­frei­be­trag von 1.600,- EUR net­to für Eltern­paa­re. Der soll zwar um 7 Pro­zent stei­gen, aber auch erst ab Herbst 2016. Bund und Län­der gaben des­halb 1,1 Pro­zent weni­ger für das Bafög aus. Fast jeder Zwei­te bekam den vol­len För­der­be­trag.
Der Grü­nen-Spre­cher für Hoch­schu­le, Wis­sen­schaft und For­schung, Kai Gehring, hat des­halb ges­tern eine sofor­ti­ge Erhö­hung der BAföG-Sät­ze gefor­dert. Es sei ver­ant­wor­tungs­los und bil­dungs­feind­lich, dass Schü­ler und Stu­den­ten noch mehr als 2 Jah­re auf die längst fäl­li­ge Erhö­hung des Bafögs war­ten müss­ten.

IT soll Schulpflichtfach werden

Die­ser Auf­fas­sung sind 78 Pro­zent aller Bun­des­bür­ger. Bei Eltern von schul­pflich­ti­gen Kin­dern sind es gar 85 Pro­zent. Das ergab eine reprä­sen­ta­ti­ve Unter­su­chung­des IT-Bran­chen­ver­ban­des BITKOM.

CDU-Spitzenkandidat Wolf will Baden-Württembergs Schulpolitik umkrempeln

Wenn Herr Gui­do Wolf, sei­nes Zei­chens der­zeit Land­tags­prä­si­dent in Baden-Würt­tem­berg, als mög­li­cher Spit­zen­kan­di­dat der CDU die nächs­te Land­tags­wahl 2016 gewin­nen soll­te, soll in der Schul­po­li­tik die­ses Lan­des alles anders wer­den. Herr Wolf will dafür sor­gen, dass die Gemein­schafts­schu­len mehr oder min­der wie­der abge­schafft wer­den.
Den Stu­den­ten im „Länd­le“ soll es hin­ge­gen bes­ser gehen. 2016 sol­len sie für 330,- EUR pro Semes­ter ganz Baden-Würt­tem­berg mit den öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln berei­sen kön­nen, plant die der­zei­ti­ge Lan­des­re­gie­rung. Die­ser Betrag soll sich aus einem Pflicht­bei­trag an das Stu­den­ten­werk und Zusatz­zah­lun­gen zusam­men­set­zen. Der Pflicht­bei­trag

an das Stu­den­ten­werk beträgt zur Zeit 43,25 EUR. SChon dafür sol­len Stu­den­ten ab 2016 abends und am Wochen­en­de alle öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel in Baden-Würt­tem­berg kos­ten­frei benut­zen kön­nen, wenn sie sich kein Semes­ter­ti­cket für 330,- EUR leis­ten wol­len oder kön­nen. Nord­rhein-West­fa­len hat schon ver­gleich­bar Rege­lun­gen.

Österreichische Studienabbrecherquote erheblich höher als in Deutschland

Knapp jeder drit­te Stu­dent in Deutsch­land bricht sein Stu­di­um ab. In Öster­reich sind es indes 53 Pro­zent, wie eine neue Stu­die auf­zeigt. ÖVP-Wis­sen­schafts­mi­nis­ter Rein­hold Mit­ter­leh­ner möch­te die­se Stu­di­en­ab­bre­cher­quo­te durch ver­schärf­te Zugangs­be­schrän­kun­gen sen­ken. (Vgl. oe24.at vom 12.08.2014, http://www.oe24.at/oesterreich/politik/53-Prozent-brechen-ihr-Studium-ab/153948360)

Schweizer Studenten sind zu intelligent für Strafrechtspflichtverteidiger

Das hat das Züri­cher Ober­ge­richt als 2. Gerichtsin­tanz beschlos­sen, um einem jun­gen Mann die staat­lich bezahl­te Pflicht­ver­tei­di­gung zu ver­weh­ren. Der Stu­dent steht wegen Com­pu­ter­kri­mi­na­li­tät vor Gericht – und soll sich jetzt selbst ver­tei­di­gen oder einen Anwalt selbst bezah­len. Hat eine Per­son zu wenig Geld und weist der Fall Schwie­rig­kei­ten auf, hat die­se Per­son in der Schweiz gesetz­lich bestimmt einen Anspruch auf einen Pflicht­ver­tei­di­ger, den der Staat bezah­len muss. In Deutsch­land ent­fällt die Not­wen­dig­keit der Schwie­rig­keit, hier kann jeder Mit­tel­lo­se Pro­zess­kos­ten­hil­fe bean­tra­gen.