Studieren lohnt sich mehr denn je

Aka­de­mi­ker in Deutsch­land sind prak­tisch voll­be­schäf­tigt.

Voll­be­schäf­ti­gung ist nach all­ge­mei­ner volks­wirt­schaft­li­cher Auf­fas­sung in Deutsch­land dann erreicht, wenn die Arbeits­lo­sen­quo­te 2% bis 6% erreicht hat. In Öster­reich wird von einer Voll­be­schäf­ti­gung bei einer Arbeits­lo­sen­quo­te von unter 3,5% aus­ge­gan­gen.

Wie die ges­tern ver­öf­fent­lich­te Stu­die „Qua­li­fi­ka­ti­ons­spe­zi­fi­sche Arbeits­lo­sen­quo­ten“ des Insti­tuts für Arbeits­markt- und Berufs­for­schung (IAB) in Nürn­berg auf­zeig­te, sind Aka­de­mi­ker in Deutsch­land nach allen soeben genann­ten Defi­ni­tio­nen prak­tisch voll­be­schäf­tigt. Ihre Arbeits­lo­sen­quo­te liegt bei 2,5%. Das ist der zweit­bes­te Wert seit 1991.

Doch auch die Absol­ven­ten der klas­si­schen betrieb­li­chen Berufs­aus­bil­dung ste­hen mit 5% Arbeits­lo­sig­keit gut da. Auch die­ser Aus­bil­dungs­zweig fällt damit zumin­dest in Tei­len oben genann­ter Defi­ni­tio­nen noch unter die Voll­be­schäf­ti­gung.

Schlecht sieht es hin­ge­gen wie immer bei den Men­schen ohne Aus­bil­dung aus. Genau 19% von ihnen sind laut genann­ter IAB-Stu­die arbeits­los. Die Situa­ti­on hat sich zwar auch hier etwas ver­bes­sert – in der Spit­ze der letz­ten 20 Jah­re lag die Arbeits­lo­sen­quo­te hier im Jahr 1997 bei 26,9%. Ein selbst­be­stimm­tes und glück­li­ches Leben ist in einem sol­chen Rah­men aller­dings wohl zwei­fel­haf­ter.

Quel­le die­ser News:
Insti­tut für Arbeits­markt- und Berufs­for­schung (IAB) (Hg.): Qua­li­fi­ka­ti­ons­spe­zi­fi­sche Arbeits­lo­sen­quo­ten. Her­aus­ge­ge­ben am 14.10.2013, Inter­net­adres­se: http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/qualo_2012.pdf (abge­ru­fen am 15.10.2013)