Stiftungsprofessuren nehmen zu

Die Neu­fas­sung des „Geset­zes zur Stär­kung des Ehren­am­tes“ kann Stif­tungs­pro­fes­su­ren wie im anglo­ame­ri­ka­ni­schen Raum ermög­li­chen.

Das „Gesetz zur Stär­kung des Ehren­amts“, vom Deut­schen Bun­des­tag in revi­dier­ter Fas­sung am 16.01.2013 beschlos­sen und im Bun­des­rat Anfang März 2013 zur end­gül­ti­gen Abstim­mung gestellt, könn­te die Zahl von Stif­tungs­pro­fes­su­ren in Deutsch­land erheb­lich erhö­hen und damit die Betreu­ung von Bache­lor-, Mas­ter- oder Dok­tor­ar­bei­ten ver­bes­sern. Unter Ande­rem sieht die­ses Gesetz vor, das Endow­ment-Ver­bot auf­zu­he­ben. Die­ses Ver­bot sieht bis­her vor, dass Uni­ver­si­tä­ten acht Jah­re nach Grün­dung einer Stif­tungs­pro­fes­sur die­se voll­stän­dig selbst finan­zie­ren müs­sen. Mit die­ser Geset­zes­än­de­rung wird in Deutsch­land u.a. ange­strebt, sich dem eng­li­schen und US-ame­ri­ka­ni­schen Sys­tem der Stif­tungs­pro­fes­su­ren anzu­glei­chen.

Die Anzahl von Stif­tun­gen ist so hoch wie nie, die Anzahl der jähr­lich neu gegrün­de­ten Stif­tun­gen sinkt jedoch seit Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich. „Hoch­burg“ der Stif­tun­gen ist Würz­burg mit 82 Stif­tun­gen pro 100.00 Ein­woh­ner, gefolgt von Frank­furt am Main mit 74 Stif­tun­gen je 100.000 Ein­woh­ner.

Die benann­te Geset­zes­än­de­rung soll die Finan­zie­rung und Admi­nis­tra­ti­on von Stif­tun­gen auch erleich­tern. So sol­len die Mög­lich­kei­ten von Rück­la­gen­bil­dun­gen aus­ge­wei­tet wer­den und der Ver­brauch zu ver­ge­ben­der finan­zi­el­ler Mit­tel soll nun inner­halb von zwei Jah­ren mög­lich sein im Gegen­satz zur bis­he­ri­gen ein­jäh­ri­gen Rege­lung.

Harald Bahner