Schavan scheitert – Grüne gegen Hochschulgesetz in Nordrhein-Westfalen – G-9-Abitur in Niedersachsen

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf erklärt den Ent­zug des Dok­tor­ti­tels bei der ehe­ma­li­gen Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Annet­te Scha­van für Rech­tens. – Die Grü­nen in Nord­rhein-West­fa­len sind jetzt auch gegen das neu geplan­te Hoch­schul­ge­setz in die­sem Bun­des­land. – Nie­der­sach­sen kehrt als ers­tes Bun­des­land voll­stän­dig zum G-9-Abitur zurück.

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf erklärt den Ent­zug des Dok­tor­ti­tels bei der ehe­ma­li­gen Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Annet­te Scha­van für Rech­tens.

Am 05. Febru­ar 2013 ent­zog der zustän­di­ge Fakul­täts­rat der Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf der ehe­ma­li­gen Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Annet­te Scha­van den Dok­tor­ti­tel wegen „lei­ten­der Täu­schungs­ab­sicht“. Frau Scha­van hat­te offen­bar zu viel pla­gia­tiert. Sie trat als Bun­des­mi­nis­te­rin zurück und klag­te gegen die Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf. Ges­tern ver­lor sie die­se Kla­ge. Die vor­sit­zen­de Rich­te­rin Simo­ne Feu­er­stein äußer­te, Frau Scha­van habe in ihrer vor mehr als 30 Jah­ren ein­ge­reich­ten Dok­tor­ar­beit mehr als 60 Mal getäuscht und damit die wis­sen­schaft­li­chen Red­lich­keit ver­letzt.

Das hielt „das Volk“ bis­her nicht davon ab, Frau Scha­van bei der letz­ten Bun­des­tags­wahl vor eini­gen Mona­ten mit weit über 50 Pro­zent der abge­ge­be­nen Stim­men ein Bun­des­tags-Direkt­man­dat für ihren Wahl­kreis in Ulm zu besche­ren.

Frau Scha­van soll bis­her in Kür­ze als Bot­schaf­te­rin für Deutsch­land in den Vati­kan gehen. Ob das so bleibt, bleibt abzu­war­ten.

Frau Scha­van erwägt die zwei­te Gerichts­in­stanz, nach­dem das Gerichts­ur­teil vor­lie­gen wür­de. Den Vor­wurf der Täu­schung hat­te Frau Scha­van immer von sich gewie­sen.

Wei­te­re News von Ghost­wri­ter.nu zu die­sem The­ma:
Scha­van neue Bot­schaf­te­rin beim Vati­kan. Ghostwriter.nu-News vom 04.02.2014.

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Die Grü­nen in Nord­rhein-West­fa­len sind jetzt auch gegen das neu geplan­te Hoch­schul­ge­setz in die­sem Bun­des­land.

Die Grü­nen in Nord­rhein-West­fa­len haben jetzt offen­bar auch genug vom dort geplan­ten „Hoch­schul­zu­kunfts­ge­setz“. Sie wol­len den bis­her weit­ge­hend auto­no­men Hoch­schu­len auch kei­ne detail­lier­ten Rah­men­vor­ga­ben mehr machen. Und eine Ermäch­ti­gung für das Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um die­ses Lan­des, in Kon­flikt­fäl­len mit Hoch­schu­len schon bewil­lig­te Gel­der ein­zu­be­hal­ten, soll es auch nicht mehr geben. Damit tei­len die Grü­nen die wich­tigs­ten Kri­tik­punk­te an die­sem Lan­des­hoch­schul­ge­setz mit den Hoch­schu­len. Das zumin­dest sieht der Vor­sit­zen­de der nord­rhein-west­fä­li­schen Lan­des­rek­to­ren­kon­fe­ren (LRK) Axel Frei­muth so.

Wei­te­re News von Ghostwriter.nu zu die­sem The­ma:
Ghostwriter.nu-News vom 20.12.2013, 27.12.2013, 09.01.2014, 27.01.2014 19.02.2014 und 26.02.2014 ,

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Nie­der­sach­sen kehrt als ers­tes Bun­des­land voll­stän­dig zum G-9-Abitur zurück.

Da die Ver­kür­zung des Abiturs auf acht Jah­re ein fol­gen­schwe­rer Irr­tum gewe­sen sei, wird die­se „Reform“ in Nie­der­sach­sen bis zum 01. August 2015 wie­der voll­stän­dig zurück­ge­nom­men und allein das G-9-Abitur wie­der ein­ge­führt. Das zumin­dest sag­te die Lan­des­kul­tus­mi­nis­te­rin Frau­ke Hei­li­gen­stadt (SPD) vor­ges­tern. Bis Herbst die­sen Jah­res soll eine ent­spre­chen­de Schul­no­vel­le ein­ge­bracht wer­den.

Phi­lo­lo­gen und Eltern sind mehr­heit­lich für das G-9-Abitur, die deut­schen Arbeit­ge­ber und zumin­dest der Vor­sit­zen­de des nie­der­säch­si­schen Lan­des­schü­ler­ra­tes für das G-8-Abitur.

Wei­te­re News von Ghostwriter.nu zu die­sem The­ma:
Das G-8-Abitur steht deutsch­land­weit vor dem Aus. Ghostwriter.nu-News vom 26.02.2014.