Krank wie seit 13 Jahren nicht mehr

Der Kran­ken­stand von Arbeit­neh­mern ist so hoch wie seit 13 Jah­ren nicht mehr. Ein Beschäf­tig­ter ist durch­schnitt­lich 16 Tage pro Jahr krank­ge­schrie­ben. Vor sechs Jah­ren, 2006, waren es nur 12,4 Krank­heits­ta­ge.

Auf­fäl­lig hier­bei ist, dass vor allem die Kran­ken­ta­ge wegen psy­chi­scher Erkran­kun­gen am Stärks­ten gestie­gen sind, um 8 Pro­zent. Psy­chi­sche Erkran­kun­gen bil­den auch die dritt­häu­figs­te Krank­heits­art. Und der Krank­heit wegen psy­chi­scher Lei­den ist mit durch­schnitt­lich 37 Krank­heits­ta­gen mehr als dop­pelt so lang wie durch­schnitt­lich ande­re Krank­hei­ten. Auf­fäl­lig dabei ist auch, dass der Anteil der Män­ner, die an psy­chi­schen Lei­den erkran­ken, stär­ker zunimmt als der Anteil der Frau­en.

Die­je­ni­ge Insti­tu­ti­on, die die­se Erhe­bun­gen kürz­lich ver­öf­fent­licht hat, der Bun­des­ver­band der Betriebs­kran­ken­kas­sen (BKK), führt den Anstieg der Erkran­kun­gen und auch der psy­chi­schen Erkran­kun­gen auf die älter wer­den­de Gesell­schaft zurück. In Tei­len der Medi­en wur­de indes die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass in wirt­schaft­lich guten Zei­ten die Kran­ken­stän­de ehr hoch sein, wäh­rend sie in Rezes­si­ons­zei­ten zurück gin­gen; denn die Men­schen hät­ten in wirt­schaft­lich schlech­te­ren Zei­ten Sor­ge um ihren Arbeits­platz und wag­ten auch im Krank­heits­fall häu­fi­ger nicht der Arbeit fern zu blei­ben.

Viel­leicht hat die­ser hohe Kran­ken­stand ja doch etwas zu tun mit dem immer höhe­ren Stress durch Leis­tungs­druck, dem Arbeit­neh­mer und auch Stu­die­ren­de in unse­rer Gesell­schaft aus­ge­setzt sind. Wenn fast die Hälf­te aller füh­ren­den Ange­stell­ten – übli­cher Wei­se Aka­de­mi­ker – mehr als 48 Stun­den pro Woche arbei­ten müs­sen – Ghost­wri­ter.nu berich­te­te dar­über in sei­nen letz­ten News „40-Stun­den-Woche für Aka­de­mi­ker? “ vom 05.09.2012 – und auch ein Bache­lor­stu­di­um 40–60-Stunden pro Woche an Lern­auf­wand nach sich zieht, kann dies womög­lich

schnel­ler zu Erschöp­fungs­zu­stän­den oder einem Burn-out füh­ren als man den­ken kann, wenn man kei­ne geeig­ne­ten Ent­span­nungs- oder Distan­zie­rungs­tech­ni­ken, sprich Pro­fes­sio­na­li­sie­rungs­tech­ni­ken, hat oder ent­wi­ckelt hat.

Ghostwriter.nu unter­stützt Stu­die­ren­de und Pro­mo­vie­ren­de in ihrem Aus­bil­dungs- und Berufs-Wer­de­gang umfas­send, die wegen die­ser Gesamt­si­tua­ti­on aus den unter­schied­lichs­ten indi­vi­du­el­len Grün­den qua­li­fi­zier­te Hil­fe benö­ti­gen.

Harald Bahner

Quel­len die­ser News:
BKK-Pres­se­mit­tei­lun­gen. Mit­tei­lung vom 13.08.2012: „Kran­ken­stand im ers­ten Halb­jahr 2012 unver­än­dert gegen­über des vor­jah­res­zeit­raum bei 4,4 Pro­zent, URL: bkk.de/presse-politik/presse/bkk-pressemitteilungen/itemId/122/itemTime/1344962001/cHash/8b16ce541066d8b852f9e3827f7daa0e/page/1/