Hochschulfinanzierung gesichert?

Einen Geld­re­gen gibt es für den Wis­sen­schafts- und Bil­dungs­sek­tor. Das BAFÖG wird end­lich bald erhöht. Außer­uni­ver­si­tä­re For­schung soll künf­tig vom Bund allein finan­ziert wer­den. Doch die Hoch­schu­len müs­sen Zuwen­dun­gen des Bun­des wei­ter­hin mit „der Wis­sen­schaft“ und Schu­len tei­len. Und das Koope­ra­ti­ons­ver­bot in Bil­dungs­an­ge­le­gen­hei­ten zwi­schen Bund und Län­dern soll jetzt mit­tels einer Grund­ge­setz­än­de­rung been­det wer­den?

Lan­ge wur­de dar­über gere­det, gefühl­te Jahr­zehn­te, jetzt dau­ert es noch ein­mal ein­ein­halb Jah­re, bis das BAFÖG nun end­lich erhöht wird. Stich­tag soll der 01.01.2016 sein. Dafür finan­ziert der Bund das BAFÖG ab dem 01.01.2015 allein; bis­her sind die Län­der mit einem Drit­tel an die­ser Finan­zie­rung betei­ligt.

Auch die vier außer­uni­ver­si­tä­ren For­schungs­ge­mein­schaf­ten in Deutsch­land, kon­kret Max Planck, Helm­holtz, Leib­niz und Fraun­ho­fer, wer­den vom Bund künf­tig allein finan­ziert.

Von den 6 Mil­li­ar­den EUR Bun­des­gel­dern für Wis­sen­schaft und Bil­dung, die in der öffent­li­chen Dis­kus­si­on ste­hen, sol­len jetzt 1 Mil­li­ar­de für den Aus­bau von Kin­der­ta­ges­stät­ten und Krip­pen ver­wen­det wer­den und 5 Mil­li­ar­den EUR für Wis­sen­schaft, Schu­len und Hoch­schu­len. Die Ver­tei­lung die­ser 5 Mil­li­ar­den EUR zwi­schen Wis­sen­schaft, Schu­len und Hoch­schu­len obliegt wei­ter­hin den Län­dern allein, d.h. Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len sind wie gehabt vom Gut­dün­ken der jewei­li­gen Lan­des­re­gie­rung abhän­gig. Eine Bund-Län­der-Stif­tung zur nach­hal­ti­gen Finan­zie­rung der Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len, die noch am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de in die öffent­li­che Dis­kus­si­on ein­ge­bracht wur­de, kam erst gar nicht in die Ent­schei­dungs-Are­na.

Und Arti­kel 91b des Grund­ge­set­zes soll geän­dert wer­den, um das Koope­ra­ti­ons­ver­bot zwi­schen Bund und Län­dern in Sachen Bil­dung end­lich zu been­den? Das zumin­dest äußert der Beschluss der Bun­des­re­gie­rung neben allem bis­her Gesag­ten auch, den Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäub­le (CDU) und Ham­burgs Bür­ger­meis­ter Olaf Scholz (SPD) erar­bei­tet hat­ten und auf den sich nun die Vor­sit­zen­den der

Bun­des­re­gie­rungs­par­tei­en Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU), Horst See­ho­fer (CSU) und Sig­mar Gabri­el (SPD) geei­nigt haben. Was eine Grund­ge­setz­än­de­rung bedeu­tet, das wis­sen alle, die ein biss­chen poli­tisch inter­es­siert sind: Das Gan­ze wird die nächs­ten 10 Jah­re oder so ähn­lich wohl nichts. Aber eine schö­ne Absichts­be­kun­dung ist es.

Fazit: Alles bleibt beim Alten. Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len sind in ihrer Finanz­aus­stat­tung vom guten Wil­len sowie Wis­sen­schafts- und Bil­dungs-Know-how diver­ser Lan­des­mi­nis­ter so abhän­gig wie eh und je. Der aktu­el­le Geld­se­gen ändert dar­an nichts. Und das Alles wohl bis auf Wei­te­res.

Quel­len die­ser News:
Diver­se Medi­en­be­richt­erstat­tun­gen der letz­ten zwei Tage.
Ghost­wri­ter.nu: Hoch­schul­fi­nan­zie­rung wei­ter unklar . Ghostwriter.nu-News vom 27.05.2014.