Akademische Ghostwriter als wissenschaftliche Gutachter

Das wis­sen­schaft­li­che Begut­ach­tungs­sys­tem ist in einer schwe­ren Kri­se. Ändert sich nicht bald etwas, wird der Zusam­men­bruch die­ses Sys­tems befürch­tet.

Ghost­wri­ter, zumal aka­de­mi­sche Ghost­wri­ter, sind auch wis­sen­schaft­li­che Gut­ach­ter in ihrem jewei­li­gen Fach. Die Auto­ren und Ghost­wri­ter von Ghostwriter.nu wür­den sehr ger­ne auch für Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen und Stif­tun­gen wis­sen­schaft­li­che Gut­ach­ten schrei­ben. Indes: Vor allem die Alli­anz der Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen ist sich in ihrem eige­nen Grund­satz­be­schluss einig, dass Gut­ach­ter ehren­amt­li­che Tätig­kei­ten sind. Gut­ach­ter bekom­men für ihre Tätig­keit also kein Geld. Noch.

Denn die wis­sen­schaft­li­che Begut­ach­tung ist in einer schwe­ren Kri­se. So stieg zum Bei­spiel die Zahl der benö­tig­ten Gut­ach­ter bei der deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft (DFG) von 9.500 Gut­ach­tern im Jahr 2006 auf 14.500 Gut­ach­ter im Jah­re 2014. Einen ähn­li­chen Zuwachs an not­wen­di­gen Gut­ach­tern ver­zeich­nen die ande­ren bei­den gro­ßen Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen Alex­an­der von Hum­boldt-Stif­tung (AvH) und der Deut­sche Aka­de­mi­sche Aus­tausch­dienst (DAAD). Ein erfolg­rei­cher Wis­sen­schafts­be­trieb will eben fort­lau­fend und heut­zu­ta­ge zuneh­mend eva­lu­iert wer­den.

Unter einem sol­chen Druck bei kei­ner Bezah­lung liegt es auf der Hand, dass Hoch­schul­leh­rer, zumal Pro­fes­so­ren, sich um Gut­ach­ter­tä­tig­kei­ten in die­sem Rah­men nicht rei­ßen. Die Hälf­te der Hoch­schul­leh­rer, die um eine Gut­ach­ter­tä­tig­keit gefragt wird, lehnt gleich ab. Dem­ge­gen­über ste­hen rela­tiv weni­ge, unter 1.000, die bereits meh­re­re Gut­ach­ten geschrie­ben haben. Denn die Hoch­schul­an­ge­hö­ri­gen wer­den in aller Regel für eine Gut­ach­ter­tä­tig­keit auch nicht ent­spre­chend bei ihrem Lehr­stuhl ent­las­tet. So geschieht es, dass heut­zu­ta­ge etwa 10 % der Fach­wis­sen­schaft­ler tat­säch­lich auch als Gut­ach­ter tätig sind. Der Rest der Hoch­schul­leh­rer und Fach­wis­sen­schaft­ler ver­sucht sich – ver­ständ­li­cher Wei­se – weg­zu­du­cken.

Dass das nicht so blei­ben kann, wis­sen die gro­ßen Stif­tun­gen und Wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen genau. Sowohl eine Bezah­lung der Gut­ach­ter­tä­tig­keit als auch eine Ent­las­tung von der regu­lä­ren Hoch­schul­tä­tig­keit ste­hen wei­ter­hin im Raum. Ent­schie­den ist bis­her indes noch nichts.

Wie­der­ho­lend wür­den die Auto­ren und Ghost­wri­ter von Ghostwriter.nu sehr ger­ne auch als Gut­ach­ter im Wis­sen­schafts­be­trieb fun­gie­ren. Nur muss die­se Tätig­keit ange­mes­sen ver­gü­tet wer­den. Von irgend­et­was leben muss schließ­lich jeder Mensch.