Bundesregierung will Bafög verbessern

Dies geht aus dem ges­tern vom Bun­des­ka­bi­nett ver­ab­schie­de­ten 20. Bafög-Bericht her­vor. Dies ist ange­sichts des höchs­ten Stan­des an Bafög-Emp­fän­gern seit 30 Jah­ren auch not­wen­dig. Art und Umfang der Ver­bes­se­run­gen sind noch unklar.

Mehr als jeder Vier­te, 28 Pro­zent aller Stu­den­ten oder 440.000, erhal­ten Bafög. Das sind so vie­le wie seit 30 Jah­ren nicht mehr. Von 2010 bis 2012 stieg die Zahl um 14 Pro­zent.

Ges­tern hat die Bun­des­re­gie­rung mit dem 20. Bafög-Bericht ihre fes­te Absicht kund­ge­tan, noch in die­sem Jahr das Bafög zu ver­bes­sern. „Für die Bun­des­re­gie­rung ist es ein zen­tra­les Anlie­gen, auch in Zukunft eine ver­läss­li­che Aus­bil­dungs­för­de­rung zu gewähr­leis­ten, damit auch finan­zi­ell schwä­cher Gestell­te bes­te Bil­dungs­chan­cen bekom­men“, sag­te Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Johan­na Wan­ka (CDU) ges­tern (zit. Wan­ka nach o.V. 2014).

Wie die­se Bafög-Ver­bes­se­run­gen aus­se­hen sol­len, ist noch nicht klar. Im Ange­bot ste­hen Bafög-Ver­bes­se­run­gen für Teil­zeit-Stu­den­ten, eine lücken­lo­se För­de­rung beim Über­gang vom Bache­lor­stu­di­um ins Mas­ter­stu­di­um oder eine grund­sätz­li­che Erhö­hung des Bafögs, das vor allem der Deut­sche Gewerk­schafts­bund (DBG), die Gewerk­schaft Erzie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) und das Deut­sche Stu­den­ten­werk (DSW) eben­falls ges­tern wie­der­holt for­der­ten. Um 10 Pro­zent soll­ten die Bedarfs­sät­ze aus der Sicht die­ser drei Orga­ni­sa­tio­nen erhöht wer­den und die Eltern­frei­be­trä­ge um 7,5 Pro­zent. Die GEW ver­langt zusätz­lich die Umstel­lung der Dar­le­hen auf Zuschüs­se.

Das Bafög wird zu 65 Pro­zent vom Bund und zu 35 Pro­zent von den Län­den finan­ziert. Die SPD konn­te sich in den kürz­li­chen Bun­des-Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen mit ihrer Vor­stel­lung nicht durch­set­zen, der Bund sol­le die gesam­te Bafög-Finan­zie­rung über­neh­men.

Quel­le:
o. V. (2014): Wan­ka wil mit Län­dern über Bafög-Reform ver­han­deln. In: Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung von heu­te, 30.01.2014, S. 2.