Britische Hochschulen bangen und dem Verbleib in der EU

(Ghost­wri­ter.nu) Der bri­ti­sche Hoch­schul­ver­band warnt vor den Nach­tei­len eines EU-Aus­tritts Groß­bri­tan­ni­ens für die Hoch­schu­len und Wis­sen­schaft des Lan­des und streicht die Vor­zü­ge einer EU-Mit­glied­schaft in die­sem Feld her­aus.

Ges­tern gab es Auf­ruhr in der bri­ti­schen Hoch­schul­land­schaft so wie seit Län­ge­rem schon in der Bran­che der Ghost­wri­ter, der an Aktua­li­tät nichts ein­ge­büßt hat. Denn der Ver­band der bri­ti­schen Hoch­schu­len warn­te aus­drück­lich davor, dass Groß­bri­tan­ni­en aus der Euro­päi­schen Uni­on aus­tre­te. 133 Hoch­schu­len gehö­ren die­ser Inter­es­sen­ver­tre­tung namens Uni­ver­si­ties UK, die 1918 gegrün­det wur­de. Die­se Inter­es­sen­ver­tre­tung initi­ier­te eine regel­rech­te Kam­pa­gne, damit Groß­bri­tan­ni­en nicht aus der Euro­päi­schen Uni­on aus­tre­te. Begrün­dung: Ein Aus­tritt von Groß­bri­tan­ni­en aus der Euro­päi­schen Uni­on wür­de der Wirt­schaft, der For­schung und den Berufs­aus­sich­ten aller bri­ti­schen Hoch­schul­ab­sol­ven­ten scha­den. Für die eng­lisch­spra­chi­gen Ghost­wri­ter wäre das dann wohl auch der Fall. Die Rek­to­rin der Uni­ver­si­tät Kent, Julia Good­fel­low, die Prä­si­den­tin der Uni­ver­si­ties UK ist, for­der­te die Hoch­schu­len auf, klar Stel­lung zu bezie­hen in der Dis­kus­si­on um die Mit­glied­schaft Groß­bri­tan­ni­ens in der Euro­päi­schen Uni­on. Die Vor­tei­le der EU-Mit­glied­schaft für Wirt­schaft, For­schung, die bri­ti­sche Hoch­schul­land­schaft und die beruf­li­che Zukunft bri­ti­scher Hoch­schul­ab­sol­ven­ten sei­en deut­lich her­aus­zu­strei­chen. Denn es sei mehr als klar, so Frau Good­fel­low, dass die Mit­glied­schaft Groß­bri­tan­ni­ens in der Euro­päi­schen Uni­on eine posi­ti­ve Wir­kung auf die welt­füh­ren­den Uni­ver­si­tä­ten Groß­bri­tan­ni­ens hät­te. Die­se Mit­glied­schaft stär­ke die For­schung und Leh­re in ihrem Land. Davon wür­de die gan­ze Wirt­schaft und Gesell­schaft Groß­bri­tan­ni­ens pro­fi­tie­ren, nicht nur Ein­zel­ne.

Die Geschäfts­füh­re­rin der Uni­ver­si­ties UK, Nico­la Dan­dridge, äußer­te dar­über hin­aus in einem BBC-Gespräch, der Aus­tausch von 15.000 Stu­den­ten jähr­lich durch EU- Stu­den­ten­för­der­pro­gram­me wie „Eras­mus“ kön­ne nur posi­tiv betrach­tet wer­den. Auch Part­ner­schaf­ten und gemein­sa­me For­schungs­pro­jek­te mit den Hoch­schu­len des EU-Kon­ti­nents sei­en sehr bedeut­sam. Als nega­ti­ves Bei­spiel nann­te sie die Schweiz, die nicht Mit­glied der Euro­päi­schen Uni­on ist, und die mit der EU jedes Mal neu ver­han­deln müss­te, wenn sie deren Unter­stüt­zung in Sachen Hoch­schu­le suche. Eine sol­che Situa­ti­on und die damit ein­her­ge­hen­den Bedin­gun­gen sei­en viel ungüns­ti­ger für die Schweiz als für EU-Län­der unter­ein­an­der.

Die Kam­pa­gne des Ver­ban­des bri­ti­scher Hoch­schu­len kommt nicht von unge­fähr. Der bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­ter Came­ron äußer­te näm­lich kürz­lich, dass er die Volks­ab­stim­mung über die EU-Mit­glied­schaft, die er seit län­ge­rem schon ver­spro­chen hat­te, schon im Juni 2016 abhal­ten will.

Quel­len:

Julia Good­fel­low auf Uni­ver­si­ties UK, http://www.universitiesuk.ac.uk/highereducation/Pages/DameJuliaGoodfellowspeakingatUniversitiesforEuropelaunch.aspx (Stand 28.07.2015)

Nico­la Dan­dridge auf BBC Radio 4 am 27.07.2015,06:55 Uhr, http://www.bbc.co.uk/programmes/b0638xbb (Stand 28.07.2015)