Zum aktuellen Zustand der (akademischen) Ghostwriter-Branche

Vorab:
Auf Grund der aktuellen Entwicklung der (akademischen) Ghostwriter-Branche bietet Ghostwriter.nu ab sofort ab einem bestimmten Auftragswert einen persönlichen Kontakt in 12 Städten im gesamten deutschsprachigen Raum.

Einleitung
Charakteristika betrügerischer Geschäftspraktiken im Internet heute
Schnelltest
1. Testerweiterung
2. Testerweiterung
Ergebnis

Einleitung

Sie glauben tatsächlich, dass Sie eine wissenschaftliche Hausarbeit für 200,- EUR bekommen? Oder eine Hochschulabschlussarbeit für 1.200,- EUR? Wie lange bräuchten Sie hierfür? Und wieviel wollen Sie einmal verdienen?

Allerhöchste Zeit wurde es Anfang 2014, diese hier vorliegende Webseite zu aktualisieren. Ende 2014 hat sich die Branche zwar wieder etwas beruhigt. Dennoch bleiben Lug und Trug zumindest in der (akademischen) Ghostwriter-Branche so massiv und verbreitet wie nie zuvor. Guttenberg vor nunmehr über drei Jahren hat es möglich gemacht und zahlreiche zwielichte neue Gestalten in die (akademische) Ghostwriterbranche gezogen. Die Markteintrittsbarrieren sind ja auch denkbar niedrig: Webseite basteln, irgendwas Tolles da reinschreiben, ordentlich werben bei Google Adwords und abkassieren.

Wen es interessiert, was im Jahr 2014 in der (akademischen) Ghostwriterszene los war: Die bisher zwei Versionen vor Januar 2015 von “Aktuelles” sind am Ende dieser hier vorliegenden Webseite verlinkt.

Fast alle nachfolgenden Links weisen nicht auf die jeweils eigentliche Webseite hin. Stattdessen ist zu Dokumentationszwecken ein PDF-Ausdruck des jeweiligen Dokuments bzw. der jeweiligen Webseite mit vollständiger URL (rechts oben des PDF-Ausdrucks) und Datum des Ausdrucks (rechts unten des PDF-Ausdrucks) hinterlegt. Wo auch ein Aufrufen der eigentlichen Webseite als vollständiger Nachweis der Aussagen angezeigt ist (z.B. um dort bestimmte Verlinkungen zu prüfen, die in einem PDF-Ausdruck nicht dargestellt werden können), sind die Internetadressen ausgeschrieben zum Einkopieren in den Browser, und der jeweilige Link ist hier auf dieser Webseite zur Dokumentation zusätzlich als PDF-Ausdruck hinterlegt.

Charakteristika betrügerischer Geschäftspraktiken im Internet heute

Es gab schon immer ein reges Kommen und Gehen in der (akademischen) Ghostwriterszene. Die Markteintrittsbarrieren sind wie gesagt ja auch denkbar gering. Seit dem Fall Guttenberg hat dieses Kommen und Gehen indes eine neue Qualität angenommen: die massiv verbreiteten Lugs, Trugs – und wie eingangs dargestellt Betrugs und krimineller Aktivitäten.

Anstatt stoisch die einzelnen Webseiten „herunterzubeten“ wie bisher, werden im folgenden wesentliche Charakteristika derlei „Angebote“ dargestellt und mit den relevanten Beispielen versehen. Die Struktur dieser Darstellung erfolgt nach dem Schwierigkeitsgrad eines durchschnittlichen Internetnutzers, diese Charakteristika zu erkennen – beginnend mit den leichtesten Auffälligkeiten. Am Ende der hier vorliegenden Webseite erfolgt eine Dokumentation der genannten Websites.

Was macht Lügner, Betrüger oder Kriminelle im Internet aus?

Schnell-Test

Voraussetzung: Die Website genauer anschauen!

Impressum

Kein Impressum

Einkopiertes Impressum

Test: Nur ein Wort der Impressumsangaben markieren. Geht das nicht, sondern kann nur der ganze Impressumsblock markiert werden, ist dieser Textblock als Bild(datei) einkopiert, um jegliche Internethistorie zu verhindern. In eine Website einkopierte Bilder können von vielerlei Online-Archivierungen nicht erfasst werden (hier vor allem das Website-Archiv archive.org). Ergebnis ist, dass heute über Drittarchive nicht mehr nachgewiesen werden kann, wer gestern der Anbieter des entsprechenden Online-Angebots war. Diesen Nachweis muss man mittels Bildschirmfoto/Screenshot zur rechten Zeit selbst machen – und welcher Kunde tut das?

Ein nicht korrekter Firmenname

Jedes Unternehmen muss den Vornamen und Familiennamen der verantwortlichen natürlichen Person im Impressum einer deutschsprachigen Website angeben und sofern dieses Unternehmen nicht Einzelunternehmen ist, auch den korrekten Unternehmensnamen, gegebenenfalls gemäß zuständigen Registeramtes, die korrekte Unternehmensform (z.B. UG, GmbH, AG) und die korrekte Anschrift des tatsächlichen Geschäftssitzes nebst mindestens einer Telefonnummer und einer aktiven Email-Adresse. Ein Einzelunternehmen kann, muss aber nicht, einen beliebigen Zusatz-Firmenname angegeben. Unternehmen ohne eindeutige namentliche Kenntlichmachungen sind Fake-Unternehmen, sie existieren tatsächlich nicht.

Postfach statt Anschrift

um den tatsächlichen Unternehmensstandort zu verschleiern

Unternehmen mit Sitz im nicht deutschsprachigen Ausland

Wer macht als Privatperson im deutschsprachigen Raum Rechtliches beispielsweise in Großbritannien oder den USA geltend?

Beliebt bei derlei Unternehmen, um lokale Nähe zu suggerieren, sind dann angebliche „Kontakt“-Stellen im Inland. Das sind Briefkastenadressen mit Telefonrufumleitung. Sitzen tut dort niemand. Eine Ausnahme bilden nicht selbständige oder selbständige Niederlassungen, die im Handelsregister des Landes eingetragen sind, dessen Menschen man mit der Internetpräsenz bewirbt. Derlei Niederlassungen sind im eigenen Land direkt greifbar – und ihre Existenz über das jeweils nationale Handelsregister überprüfbar. Eine Auswahl nationaler und internationaler Handelsregister, die von jedermann im Internet bedient werden können, kommt im F’olgenden und am Ende dieser hier vorliegenden Webseite.

Telefon

0800-Telefonnummern

Dient der Verschleierung des tatsächlichen Unternehmenssitzes und rechnet sich für ein Unternehmen zumindest in der tatäschlich sehr kleinen Branche des (akademischen) Ghostwritings nur, wenn es voraussichtlich betrügerische Absichten hat. Denn 0800-Telefonnummern sind für Anrufer kostenlos, das Unternehmen zahlt indes die Telefongebühren und zusätzlich ein Serviceentgelt.

Gefälschte Telefonnummern

Skype out macht’s möglich. Hier bekommen Sie für zahlreiche Länder dieser Welt in Sekundenschnelle online eine scheinbare Festnetztelefonnummer, egal, wo Sie sich befinden. Auch für Deutschland. Hier sind zwar gewisse Registrierungsdaten notwendig. Die kann man aber leicht umgehen bzw. fälschen. Auch in Sekundenschnelle. Und in Skype kann man dann angerufen werden oder ruft an – für viele Länder sogar mit Rufnummernübertragung der scheinbaren Festnetztelefonnummer. Ein internetfähiges Handy in der Hosentasche reicht aus, denn es gibt ja schon seit Längerem Skype mobile für Smartphones. Oder ein Tablet, wenn man es komfortabler haben will. Alternativ kann man auch einen Kumpel in welchem Land der Erde auch immer bitten eine seiner Telefonnummern zu überlassen. Diese Telefonnummer muss eine IP-Telefonnummer sein (IP = Internet Protokoll) und funktioniert mit so genannten SIP-Zugangsdaten (SIP = Session Initiation Protocol). Ein Internetanschluss wo auch immer, ein internetfähiges Gerät, welches auch immer, eines der zahllosen VoIP-Softwares (VoIP = Voice over Internet Protocol), die SIP-Zugangsdaten da hineinhämmern – und schon klingelt es in dieser VoIP-Software im Tablet, wenn ein Kunde z.B. eine angebliche Festnetztelefonnummer anwählt. Das funktioniert, wenn man wo auch immer sesshaft ist, z.B. in der Ukraine oder in Russland, heutzutage auch mit fast jedem handelsüblichen DSL-Router, in den dann z.B. die SIP-Daten eingegeben werden und an dem dann ein IP-Telefon angeschlossen wird.

Nur Handynummer
Dient natürlich auch der Verschleierung des tatsächlichen Unternehmenssitzes

Zahlungsweisen

Paypal

Paypal ist beliebt, weil man hier schnell und unkompliziert bezahlen kann. Und die Bezahlung ist anonym – für beide Seiten. Nur die Email-Adresse des Zahlers und Geldempfängers müssen der jeweils anderen Seite bekannt sein. Eine Email-Adresse kann man schnell bei einem der zahlreichen Freemailer einrichten. Paypal bietet doch Zahlungssicherheit an? Von wegen! Im Streitfall muss es doch zu einem Rechtsverfahren kommen. Doch gegen wen? Erster Schritt ist eine Klage bestenfalls gegen Paypal mit europäischem Sitz in Luxemburg oder dann doch mit Hauptsitz in San José, Kalifornien, USA auf Herausgabe der Kontaktdaten des Zahlungsempfängers einschließlich hinterlegtem Bankkonto, auf das die Zahlung geflossen ist. Ergebnis einer solchen Klage, die auch einmal ein Jahr oder zwei Jahre dauern kann, ist dann vielleicht, dass sich der tatsächliche Geldempfänger in der Ukraine oder Russland, in den USA oder in Großbritannien befindet nebst Bankkonto, oder sagen wir besser: befand. Und dann?

Auffällige sprachliche Mängel in der Website-Darstellung

Spezielle Voraussetzung: richtig lesen!

Der eingetragene Verein – e.V.

Eingetragene Vereine verfolgen keinen wirtschaftlichen Zweck, sind somit Idealvereine … Ein Idealverein, auch nichtwirtschaftlicher Verein genannt, ist im deutschen Recht ein Verein, der nicht auf die Erzielung von Gewinn ausgerichtet ist und stattdessen vorwiegend ideelle Zwecke verfolgt.“ (zit. Wikipedia „Verein“, Abschnitt „Eingetragener Verein“ und „Idealverein“). Konkret handelt es sich bei „Vereinen“, die in Wirklichkeit maßgebliche wirtschaftliche und/oder gewerbliche Ziele verfolgen, um einen so genannten steuerlichen „Gestaltungsmissbrauch“, im Falle eines gezielten und bewussten solchen Gestaltungsmissbrauchs gegebenenfalls um (versuchten) Steuerbetrug – und um einen Versuch unlauterer Wettbewerbsvorteile ohnehin: Mit der willkürlichen, missbräuchlichen Wahl eines wirtschaftlichen Unternehmensmantels als „Verein“, gar als „eingetragenen Verein“, sollen nach Möglichkeit überhaupt keine Steuern aus der tatsächlichen wirtschaftlichen Tätigkeit gezahlt werden, und der Verbraucher soll dahingehend irregeführt werden, derlei Tätigkeiten seien vor allem ideell und nicht materiell getrieben. Dass ein solches „Geschäftsmodell“ keinen Bestand haben kann und ein hohes Risiko für jeden Kunden birgt, irgendwann einmal auf einer Namensliste für welche staatliche Behörde auch immer zu stehen, dürfte klar sein.

1. Testerweiterung

Anonymer Website-Registrant

Voraussetzung: Recherchen bei denic.de oder whois2.org oder „nic [Domainendung]“ in eine Suchmaschine eingeben (z.B. „nic biz)

Über denic.de kann man den Registranten deutscher Websites abrufen (.de), über whois2.org den Registranten vieler anderer Domains (z.B. .com, .org u.a.). Bietet whois2.org die gewünschte Domain nicht an, findet man die entsprechende Domainregistrierungsstelle oft, indem man „nic [Domainendung]“ in eine Suchmaschine eingibt. Es müssen die vollen Kontaktdaten des Registranten ersichtlich sein, d.h. Name, Vorname, korrekte Anschrift, Telefonnummer. Die Kontaktdaten müssen glaubwürdig sein, d.h. Registrierungsinformationen in „beliebten“ Ländern in Fernost oder den USA dienen der Verschleierung des Registranten und können nicht selten einfach als erfunden angesehen werden. Sind anstelle von persönlichen Kontaktdaten des Website-Registranten Internetunternehmen mit Sitz in den USA oder Fernost ersichtlich insbesondere mit Namensbestandteilen wie „proxy“ oder „private“, bedeutet dies eine gezielte anonyme Registrierung über Verschleierungsdienste, die es in den USA oder Fernost zuhauf gibt und deren in diesen Ländern rechtmäßige Existenz mit „Schutz der Privatheit“ begründet werden.

Doch selbst bei denic.de gibt es mittlerweile zunehmend gefälschte Website-Anmeldedaten.

Zentral ist bei alledem eine hinreichende Identität von Impressumsangaben mit den Website-Registrierungsdaten.

Erfundene Unternehmen

Voraussetzung: Recherchen in den nationalen Handelsregistern

Die Handelsregister sind unter den folgenden Websites abrufbar. Mindestens geht daraus hervor, ob das entsprechende Unternehmen überhaupt exisitert.
Deutschland: Bundesanzeiger.de, Unternehmensregister.de oder Handelsregister.de
Österreich: das „Firmenbuch“, im Gegensatz zu den meisten Ländern dieser Welt ist hier praktisch nichts kostenlos, Liste des österreichischen Justizministeriums mit Zugängen, einziger kostenloser Zugang hier (Stand 15.01.2015) firmenbuchgrundbuch.at
Schweiz: Zefix.ch
Europa: Bundesanzeiger Verlag oder European Business Register (EBR)
Welt: European Business Register (EBR)

2. Testerweiterung

Unternehmen, die mit wenigstens zwei Unternehmen operieren

Voraussetzung: Eine konkrete Anfrage stellen und so lange fortführen, bis der tatsächliche Diensteausführer/Vertragspartner in Erscheinung tritt. Das tut er spätestens, wenn Sie zahlen sollen!

Das erste Unternehmen wirbt „nur“. Das zweite, im Hintergrund operierende Unternehmen, ist der tatsächliche „Vertragspartner“ des Kunden. Dieses zweite Unternehmen bekommt ein Anfrager erst mit seiner Anfrage zu Gesicht. Grund dieser Aufspaltung: Haftungsrechtlich kann das zweite Unternehmen im Hintergrund jederzeit ausgetauscht werden, wenn es sein muss mittels gezielter Insolvenz, um Gläubigeransprüche zu vereiteln. Das erste Unternehmen ist dabei nur eine Hülle, die werbungsrechtlich „verantwortlich“ zeichnet, um Lug und Trug über Unternehmenscharakteristika wie Unternehmensgröße, Anzahl der Mitarbeiter, angeblich weltweite Verbreitung usw. möglichst „unbeschadet“ verbreiten zu können. Tatsächlich gibt es aber keine Vermögensmasse – das „werbende“ Unternehmen macht ja nicht die Geschäfte und hat damit Null Umsatz – und damit auch kein pfändungswürdiges Bankkonto.

Gefälschtes Impressum

Voraussetzung: Hingehen!

Ergebnis

Was sagt uns das alles? Schuster, bleib bei Deinen Leisten! Leute, die sich tatsächlich einen Ghostwriter gönnen wollen, sollen in heimischen Gefilden bleiben und sich nicht von Unternehmen aus fremden Ländern ausnehmen lassen. Und von solchen, die ohnehin offensichtliche Kriminelle sind, erst Recht nicht. Also:

(1) Immer schön das Impressum lesen;

(2) bei Google mal nachsehen, ob die angegebene Impressumsanschrift überhaupt existiert;

(3) bei http://denic.de/ oder http://whois2.org/ checken, wer der Website-Registrar ist, ob das realistisch ist und ob es die Registrierungs-Anschrift selbst tatsächlich auch gibt

(4) bei Kapitalgesellschaften (GmbH, AG, Ltd., Inc. usw.) schauen, ob die überhaupt existieren oder vielleicht einfach nur erfunden sind. Wenigstens ob ein Unternehmen existiert, zeigen alle bereits oben genannten Infos kostenlos. Wie alt sie sind, was für eine Wirtschaftsstärke sie tatsächlich haben usw., für diese Infos muss man aber oft (einen geringen einstelligen Eurobetrag) zahlen. Zusätzlich zu bisherigen Links als Auswahl:

Großbritannien separat: http://www.companieshouse.gov.uk/ (einiges kostenlos);

z.B. der US-amerikanische Bundesstaat Delaware separat:  https://delecorp.delaware.gov/tin/GINameSearch.jsp (fast nichts kostenlos);

im Zweifelsfalle in Suchmaschinen suchen, bis man das Gewünschte gefunden hat.

(5) Keine 0800er-Telefonnummer, sondern die angegebene Festnetz-Telefonnummer mal anrufen und gucken, ob überhaupt und wenn ja, wer da spricht.

(6) Am besten ist natürlich der persönlicher Kontakt am angegebenen Geschäftssitz des Ghostwriters!

Aus diesen obigen Gründen bietet Ghostwriter.nu ab einem bestimmten Auftragswert wiederholend ab sofort einen persönlichen Kontakt in 12 Städten im gesamten deutschsprachigen Raum an.

Aktuelles 2014

Aktuelles vor 2014