Korrekturlesen bei Ghostwriter.nu

Viel­fach erhal­ten wir als Ghost­wri­ter Anfra­gen, ob wir nicht ein­mal schnell die Haus­ar­beit, Semi­nar­ar­beit, Fach­ar­beit, Bache­lor­ar­beit oder Mas­ter­ar­beit kor­rek­tur­le­sen könn­ten und ob denn alles soweit rich­tig sei.

Die­se Anfra­ge­rin­nen und Anfra­ger haben eine fal­sche Vor­stel­lung von Kor­rek­tur­le­sen. Kor­rek­tur­le­sen bezieht sich an ers­ter Stel­le immer auf die Über­prü­fung der sach­lich und fach­lich kor­rek­ten Aus­füh­run­gen eines Tex­tes und neben­bei ein­ge­schlos­sen auf die sprach­li­che Kor­rekt­heit und die rich­ti­ge Recht­schrei­bung und Zei­chen­set­zung. Unter Lek­to­rat haben wir hier­zu schon Stel­lung genom­men.

Ein Kor­rek­tur­le­sen wie meist gewünscht, näm­lich als Fach­lek­to­rat für die eige­ne wis­sen­schaft­li­che oder popu­lär­wis­sen­schaft­li­che Arbeit, zieht stets einen Auf­wand nach sich, der mit dem ori­gi­nä­ren Schrei­ben eben die­ses Tex­tes ver­gleich­bar ist und nicht sel­ten auch dar­über hin­aus­geht.

Korrekturlesen 1: sich einen ersten Eindruck verschaffen

Der ers­te Schritt ist es, sich den Text zu Gemü­te zu füh­ren. Bei die­sem ers­ten inten­si­ven Stu­di­um des Tex­tes geht es pri­mär um die geta­nen Aus­sa­gen, hier ins­be­son­de­re die Haupt­aus­sa­gen, um die Ober­fra­ge, ob der Text zum The­ma passt, ob der Sprach­stil ver­ständ­lich und flüs­sig ist, ob die Kapi­tel ein­gän­gi­ge Über­lei­tun­gen haben, ob der Auf­bau der Arbeit stim­mig ist und passt, ob das nicht sel­ten schwie­rigs­te Schluss­ka­pi­tel eine poin­tier­te Zusam­men­fas­sung des Tex­tes ist und wich­ti­ge Aus­bli­cke auf die (wis­sen­schaft­li­che) Zukunft des The­mas gibt und ob die Ein­lei­tung alles ent­hält, was der Leser für einen ers­ten Über­blick über die Arbeit benö­tigt. Die­se soeben vor­ge­nom­me­ne Auf­zäh­lung ist Absicht. Denn pro­fes­sio­nel­le Leser, zu denen der Betreu­er immer gehört, sol­len mit dem Lesen 1. des Schlus­ses und 2. der Ein­lei­tung so gut, poin­tiert, voll­stän­dig, lücken­los und anre­gend über die Arbeit infor­miert wer­den, dass sie die­se Arbeit eigent­lich gar nicht mehr von A-Z lesen müss­ten. Ein­lei­tung und Schluss bil­den die Klam­mer um die Arbeit, und deren Qua­li­tät weist hin auf die The­men­be­herr­schung des Autors und den eigent­li­chen Text selbst.

Korrekturlesen 2: vom Inhalt zur Form

Mit die­sem ers­ten Kor­rek­tur­le­sen des Tex­tes sind bereits sehr vie­le „Bau­stel­len“ iden­ti­fi­ziert. Die­se sind der sprach­li­che Aus­druck, Recht­schrei­bung und Zei­chen­set­zung, vor allem aber das inhalt­li­che Ver­ständ­nis des The­mas. Gedan­ken­brü­che sind bereits in die­ser Pha­se der Über­prü­fung erkannt, eben­so feh­len­de Kapi­tel­über­lei­tun­gen, Feh­ler im struk­tu­rel­len Auf­bau der Arbeit – der Leser kann an bestimm­ten Stel­len der Arbeit nicht gut fol­gen – oder Ver­ständ­nis­pro­ble­me des Ver­fas­sers. Inhalt­li­che Holp­rig­kei­ten sind bereits hier ersicht­lich, the­ma­ti­sche Unsi­cher­hei­ten, vor allem aber auch offen­sicht­li­che Pla­gia­te, die Pro­fes­sio­nel­len eigent­lich sofort auf­fal­len, denn die Spra­che von Pla­gi­at und Selbst fällt fast immer sicht­bar aus­ein­an­der. Auch wenn der Schluss und die Ein­lei­tung „fremd“ zum Text­kor­pus sind oder sich so anfüh­len, ober­fläch­lich sind, eine zwang­haft ande­re Spra­che auf­wei­sen, unvoll­stän­dig oder lücken­haft im Ver­gleich zum Inhalt und den Aus­füh­run­gen des Haupt­tex­tes sind, zeigt dies eigent­lich auf einen Blick, dass der Ver­fas­ser das The­ma und sei­ne eige­nen Aus­füh­run­gen nicht im Griff hat.

Alles dies ist eine textimma­nen­te Prü­fung, die kei­ner­lei ande­re Quel­len benö­tigt als den Text selbst. Im Grun­de ist bereits mit dem ers­ten inten­si­ven Stu­di­um des zu prü­fen­den Tex­tes das meis­te Inhalt­li­che und Struk­tu­rel­le erkannt.

Das Inhalt­li­che weist nicht vor, son­dern zurück auf den Anfang eines jeden Tex­tes: auf die Glie­de­rung bzw. Inhalts­an­ga­be. Auf Grund­la­ge der Kennt­nis und des Ver­ständ­nis­ses des Inhalts der Arbeit kann nun der Auf­bau der Arbeit gege­be­nen­falls kor­ri­giert wer­den.

Teil im Kor­rek­tur­le­sen ist danach eine Glo­bal-Prü­fung der Basis, auf dem die gesam­te Arbeit steht. Die­se Basis ist die Lite­ra­tur. Es wird in die­ser Pha­se immer eine eigen­stän­di­ge Lite­ra­tur­re­cher­che vor­ge­nom­men und die­se Lite­ra­tur­re­cher­che­er­geb­nis­se mit der Lite­ra­tur im Lite­ra­tur­ver­zeich­nis der zu prü­fen­den Arbeit abge­gli­chen. So erkennt man auch, ob gege­be­nen­falls wich­ti­ge fach­li­che Res­sour­cen – und damit auch dazu­ge­hö­ri­ge Aus­füh­run­gen im Text selbst – feh­len; zumin­dest die Qua­li­tät der Lite­ra­tur ist nach einer sol­chen eigen­stän­di­gen Lite­ra­tur­re­cher­che zu The­ma jedoch immer bewertbar.

Im Grun­de genom­men kann danach jeder Pro­fes­sio­nel­le in inhalt­li­cher und for­ma­ler Hin­sicht ein qua­li­fi­zier­tes Gut­ach­ten über den Text erstel­len.

Korrekturlesen 3: Quellenzitation, Form des Literaturverzeichnisses und Plagiate

Zu einem pro­fes­sio­nel­len fach­li­chen Kor­rek­tur­le­sen gehört zwin­gend die detail­lier­te Über­prü­fung der indi­rek­ten und direk­ten Zita­tio­nen des Tex­tes, die Form der Lite­ra­tur­lis­te und die Über­prü­fung auf Pla­gia­te. Die­se Aspek­te berüh­ren nicht mehr das Inhalt­li­che, den Auf­bau des Tex­tes, eine schlüs­si­ge Argu­men­ta­ti­on oder den „roten Faden“ der Arbeit. Die­se Aspek­te prü­fen bei wis­sen­schaft­li­chen Arbei­ten die Inte­gri­tät des Ver­fas­sers und sei­nes Werks.

Die Quel­len müs­sen kor­rekt wie­der­ge­ge­ben wor­den sein. Das Lite­ra­tur­ver­zeich­nis muss ein­heit­lich gestal­tet sein. Und es darf nir­gend­wo Text­stel­len geben, die eins zu eins aus ande­ren Quel­len ent­nom­men wur­den, dies wird jedoch nicht kennt­lich gemacht. Vor allem aber müs­sen an die­ser Stel­le die for­ma­len Vor­ga­ben und Anfor­de­run­gen über­prüft wer­den. Jede  Hoch­schu­le, jeder Fach­be­reich und jeder Betreu­er haben heut­zu­ta­ge ein Skript vor­lie­gen, in dem die for­ma­len Anfor­de­run­gen einer wis­sen­schaft­li­chen Arbeit detail­liert beschrie­ben sind. Die­se For­ma­li­en sind heut­zu­ta­ge so unter­schied­lich wie die Far­ben der Blät­ter eines Laub­wal­des im Herbst. Das betref­fen­de Skript ist in die­ser Pha­se des­halb wich­tig. Denn die Erfül­lung der for­ma­len Anfor­de­run­gen kann teil­wei­se bis zu 50 Pro­zent in die Gesamt­be­wer­tung eines wis­sen­schaft­li­chen Tex­tes ein­flie­ßen.

Den mit Abstand größ­ten Auf­wand über­haupt beim Kor­rek­tur­le­sen zieht die Prü­fung der Quel­len­zi­ta­tio­nen nach sich. Es müs­sen hier sämt­li­che in der Lite­ra­tur­lis­te ange­ge­be­nen Lite­ra­tu­ren beschafft und alle indi­rek­ten und direk­ten Zita­tio­nen ein­zeln auf Kor­rekt­heit über­prüft wer­den. Gege­be­nen­falls haben sich auch Ände­rungs­an­re­gun­gen im Hin­blick auf die zu ver­wen­den­den Lite­ra­tu­ren und Quel­len erge­ben, die nach­träg­lich in den Text ein­ge­ar­bei­tet wer­den müs­sen.

Unser Angebot

Wir bie­ten Kor­rek­tur­le­sen im Sin­ne eines Fach­lek­to­rats an, nicht jedoch hin­sicht­lich blo­ßer Recht­schrei­be-, Zei­chen­set­zungs- und/oder sprach­li­cher Kor­rek­tu­ren. In letzt­ge­nann­ten Fäl­len ist ein Schreib­bü­ro die pas­sen­de Anlaufadres­se.

Das von uns ange­bo­te­ne Kor­rek­tur­le­sen ist genau­so teu­er wie die ori­gi­nä­re Erstel­lung des zu prü­fen­den Tex­tes. Denn wie hier vor­lie­gend hof­fent­lich deut­lich gemacht wer­den konn­te, ist der dies­be­züg­li­che Auf­wand im Sin­ne eines Fach­lek­to­rats ähn­lich hoch wie eben die ori­gi­nä­re Tex­ter­stel­lung und manch­mal noch höher.